Donnerstag, 20. März 2008 13:20
Die Situation ist doch nicht so schlimm: Der angebliche Niedergang im Klerus erscheint jedem als Chimäre, der auf die gläubige Priesterausbildung in der Erzdiözese Köln und auf einen erfrischend katholischen jungen Klerus schaut.


Bücher von Hw. Georg May werden unter Katholiken gerne gelesen und verschenkt
(kreuz.net) Am 15. März rezensierte Hw. Klaus-Peter Vosen (45) in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’
ein Büchlein des emeritierten Mainzer Kirchenrechtlers,
Hw. Georg May.
Das Werk ist unter dem Titel
„Drei Priestererzieher aus Schlesien“ im Verlag Franz Schmitt in Siegburg erschienen.
Hw. Vosen ist Pfarrer
an der Kölner Wallfahrtskirche St. Maria in der Kupfergasse. Er ist Geistlicher Assistent der ‘Jugend
2000’ in der Erzdiözese Köln und hat eine Reihe kirchenhistorischer und katechetischer Arbeiten vorgelegt.
Er bezeichnet das Buch von Hw. May als interessant, lehrreich, gründlich recherchiert und gut lesbar.
Dann folgt die Kritik: „Was dem Leser schwerer auf der Seele liegt, ist Georg Mays Sicht der postkonziliaren
Entwicklung in der Kirche“.
Hw. Vosen bestreitet nicht, daß der Autor manche betrübliche Tendenz vielleicht
eher als andere erkannt habe.
Doch „nicht nachvollziehbar“ ist für ihn Hw. Mays Auffassung, daß die
Zeit seit 1962 oder 1965 als „fortschreitender Verfall des Glaubens und des religiösen Lebens in der
Kirche“ anzusehen sei.
Das könne von dem nicht bestätigt werden, der „dankbar den Weltjugendtag von
2005 miterlebt hat“ – erklärt Hw. Vosen.
Der von Hw. May dargelegte „Niedergang der Priesterschaft“
erscheine jedem als „Chimäre, der beispielsweise auf die gläubige Priesterausbildung in der Erzdiözese
Köln und auf einen erfrischend katholischen jungen Klerus schaut.“
Auch im Bezug auf schon länger im
kirchlichen Dienst wirkende Geistliche sei der pauschale Vorwurf als „lieblos“ zu werten.
Auch die „einseitige
Höherbewertung“ der Alten Messe gegenüber dem Novus Ordo offenbare eine „sehr subjektive Sicht Mays“.
Viele „durch und durch katholische Priester“, die den Neuen Ritus zum Teil seit Jahrzehnten zelebrierten,
würden dies mit aufrichtiger Freude tun und nicht das Gefühl haben, daß dem Novus Ordo etwas fehle.