Donnerstag, 20. März 2008 15:09
Noch eine neue Karfreitagsfürbitte
Ein ganzes Schweizer Bistum wird morgen während der Karfreitagsliturgie offiziell in Selbstanklage schwelgen. Es leckt damit erneut den Bauch der bittersten Feinde der Kirche.
In der Karfreitagsliturgie geht der Priester - wie Moses zum brennenden Dornbusch - barfüßig zur Kreuzverehrung.
In der Karfreitagsliturgie geht der Priester – wie Moses zum brennenden Dornbusch – barfüßig zur Kreuzverehrung.
(kreuz.net, Genf) Die liberale Nordwestschweizer Diözese Lausanne-Genf-Freiburg hat für die morgige Karfreitagsliturgie eine Vergebungsbitte für angebliche klerikale Kinderschänder erfunden.

Das berichtete die Schweizer Boulevardzeitung ‘Blick’ am Gründonnerstag. Bistumssprecher Nicolas Betticher bestätigte den Bericht.

Die Änderung der Liturgie hat der Bischof, Mons. Bernard Genoud (66), angeordnet.

Der selbergestrickte Text lautet: „Im Namen der Kirche bitten wir um Verzeihung für die von einigen pädophilen Priestern und jeder anderen Person begangenen schwerwiegenden und nicht rückgängig zu machenden Verfehlungen gegenüber unschuldigen Opfern.“

Falsche Reaktion
Seit Anfang dieses Jahres steht das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg unter dem Dauerbeschuß der traditionell kirchenfeindlichen Schweizer Medien-Geschäftsleute.

Dabei wurden skrupellos zum Teil falsche und haltlose oder auch längst verjährte und aufgebauschte angebliche sexuelle Mißbrauchsfälle durch Kleriker an die Öffentlichkeit gezerrt.

Statt seine Herde zu verteidigen, stürzte sich der Bischof auf Befehl der Medien sogleich in Sack und Asche.

Einer der gehetzten Kleriker, dessen angebliche Schandtat vor seiner Priesterweihe in den 80er Jahren geschehen sein soll, beging während eines medialen Lynchprozesses Selbstmord.

Damals bezeichnete Bischof Genoud das Verhalten der Medienkonzerne verharmlosend als „nicht tolerierbar“.

Doch nun will er sogar die Liturgie mißbrauchen, um vor den Journalisten in die Knie zu fallen.

Für eine angemessene Reaktion hätte er ins Nachbarbistum Basel schauen müssen.

In einem Artikel von Mitte Februar enttarnte der dortige Generalvikar, Pater Roland Trauffer, hinter den aufgebauschten Pädophilie-Vorwürfen ein „wahres Programm“.

Das Ziel sei nicht das Wohl der Kinder, sondern die Schlachtung der Kirche: „Unsere Kirche ist der alte, große Fisch, dem die traditionellen, nach Umkehr und Demut duftenden Eingeweide herausgerissen werden sollen.“

Es gehe nicht um die Kinderschänderei und die real existierende sexuelle Gewalt und ihre Verhinderung, sondern „um die real existierende katholische Kirche und wie man sie verhindert.“

© Titelbild: Daniel Kedinger, CC
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