Donnerstag, 20. März 2008 17:19
Ein rabiater deutscher Rabbiner glaubt, das Licht Christi und die Heilsmittel der Kirche nicht zu benötigen. Dabei vergreift er sich massiv in Ton und Inhalt und beschimpft den christlichen Glauben.


Israels Premierminister Ehud Olmert mit Rabbiner Walter Homolka.
(kreuz.net) Der Papst hat das Fingerspitzengefühl verloren. Das erklärte der deutsche Rabbiner Walter
Homolka zur neuen Karfreitagsfürbitte im Gespräch mit ‘Spiegel online’.
Homolka ist ein Konvertit zum
Judentum, ehemaliger Leiter der Umweltorganisation ‘Greenpeace’ in Deutschland und gegenwärtig Rektor
des ‘Abraham Geiger Kollegs’ an der Universität Potsdam.
Er ist auch Mitglied im ‘Gesprächskreis Juden
und Christen’ beim obersten häufig kirchenfeindlichen deutschen Laiengremium ‘Zentralkomitee der deutschen
Katholiken’.
Der Rabbiner kritisiert den Glauben des Papstes und des Evangeliums, wonach der Weg zum
Heil auch für die Juden über Jesus Christus führt, und erklärt: „Das öffnet der Judenmission Tür
und Tor.“
Schon jetzt sei das Internet „voll“ mit Kommentaren „rechtskonservativer“ Katholiken, die sagten:
„Wunderbar, jetzt haben wir endlich das Signal, Juden zu missionieren.“
Homolka behauptet, daß so ein
Zeichen antisemitische Kreise stimuliere. Sein Vorwurf: Die katholische Kirche habe „ihre antisemitischen
Tendenzen“ nicht im Griff.
Der Rabbiner greift auch zu persönlichen Beschimpfungen des Papstes. Benedikt
XVI. nehme antisemitische Tendenzen „zumindest in Kauf“.
Er beruft sich auf eine Aussage des Vorsitzenden
der Allgemeinen Rabbinerkonferenz, Henry Brandt, im Jahr 2006 vor dem Präsidenten des Päpstlichen Einheitsrates,
Walter Kardinal Kasper:
Jeder Anflug der Möglichkeit einer Judenmission durch die Kirche sei quasi ein
feindlicher Akt, eine Fortsetzung der Untaten Hitlers den Juden gegenüber auf anderer Ebene: „Das ist
hart, aber ehrlich gesagt.“ – schimpft der rabiate Rabbiner weiter.
Die Kirche solle bekennen, daß Gott
an der Erwählung seines Volkes Israels festhalte.
Homolka findet es unbedeutend, daß die Karfreitagsfürbitte
nur an wenigen Orten und auf Latein gebetet wird: „ Der Papst hat mit dieser Formulierung von eigener
Hand eine richtungweisende Veränderung vorgenommen, der er persönliches Gewicht verleiht.“
Damit entziehe
er dem Text in der Neuen Liturgie die Glaubwürdigkeit.
Die Frage, ob es für eine missionarische Religion
nicht logisch sei, auch die Juden überzeugen zu wollen, verneint Homolka. Die neue Karfreitagsfürbitte
lasse „die besondere Stellung des Judentums als Gottes Volk“ völlig außer acht.
Homolka glaubt, daß
die Juden die Erleuchtung durch die Kirche „sicher nicht“ nötig haben: Da vergreife sich die „jüngere
Schwester“ schwer im Ton.
Homolka unterstellt, daß die Kirche Christus Göttlichkeit verliehen habe.
Sie „behauptet auch noch“, der Kreuzestod sei für „meinen persönlichen Gnadenstand“ relevant:
„Solche
Lehren wären auch Jesus neu gewesen“ – unterstellt der Rabbiner einen kirchlichen Verrat an der Lehre
Jesu Christi.
Den morgigen Karfreitag bezeichnet er als „schwarzen Tag“ in der Beziehung zwischen Juden
und Katholiken. Eine versprochene
Erklärung des Vatikan lasse auf sich warten:
„Die Nerven liegen auf
jüdischer Seite blank“ – dramatisiert der polemische Rabbiner.