Samstag, 29. März 2008 09:39
Im vergangenen November hat der Präfekt der Gottesdienstkongregation das Pensionsalter erreicht. Jetzt sucht man einen Nachfolger.

Kardinäle beim letzten Konsistorium im November 2007
(kreuz.net) Der gegenwärtige Sekretär – zweite Mann – der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato
(69), soll als neuer Präfekt für die Gottesdienstkongregation vorgesehen sein.
Das berichtete Andrea
Tornielli, Vatikanist der Mailänder Zeitung ‘Il Giornale’ auf seinem Weblog.
Ebenso wie der immer mächtiger
werdende vatikanische Staatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone, gehört Mons. Amato dem Salesianerorden
an.
Kardinal Bertone ist auch der Vorgänger von Mons. Amato im Amt des Sekretärs der Glaubenskongregation.
Erzbischof Amato stammt aus Apulien in Süditalien und war viele Jahre Professor für Dogmatik an der
Salesianeruniversität in Rom.
Als Präfekt der Gottesdienstkongregation würde Mons. Amato den nigerianischen
Kurienkardinal Francis Arinze ersetzen, der im letzten November 75 Jahre alt geworden ist.
Den Sekretärsposten
in der Glaubenskongregation könnte der römische
Weihbischof Rino Fisichella, gegenwärtig Rektor der
päpstlichen Lateranuniversität, übernehmen.
Schon lange wird damit gerechnet, daß Mons. Amato ein
Amt erhält, das ihm die Kardinalswürde verleihen wird.
Seine Nominierung für die Gottesdienstkongregation
wäre allerdings eine kleine Überraschung. Bisher war damit gerechnet worden, daß Erzbischof Amato in
die Heiligsprechungs- oder in die Erziehungskongregation ernannt würde.
Es gab sogar Stimmen, die glaubten,
daß der gegenwärtige Sekretär der Gottesdienstkongregation,
Erzbischof Malcom Ranjith Patabendige Don
(60), seinem Vorgesetzten nachfolgen würde.
Es ist allerdings nicht üblich, daß der zweite Mann einer
Kongregation in dieser auch Präfekt wird.
Für die vatikanische Gerontokratie ist Mons. Ranjith zudem
auch noch relativ jung.