Mittwoch, 2. April 2008 13:22
Nach dem Konzil wurde der „Mahlcharakter“ der Heiligen Messe entdeckt und verabsolutiert. Eine Folge davon: Am Weißen Sonntag wird den Kommunionkindern ein dünnes Süppchen serviert.


Das Fest der Erstkommunion als Kinderspektakel.
(kreuz.net) Unter dem Titel „Zum ersten Mal heiliges Brot gegessen“ berichtete der Regionalteil der ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’ am 2. April über den vergangenen Weißen Sonntag.
Der Artikel zitiert ein neunjähriges
Kommunionkind, das vor der Feier offenbar genau wußte, was ihm bevorsteht:
„Da kriegen wir Hostien und
Traubensaft. Alle werden vorgestellt. Es werden Photos gemacht. Dann sagt der Pfarrer »Alles Gute zur
Kommunion«“ – zitiert die Zeitung den Kleinen.
Der Erstkommunikant gehörte zu 23 Kindern in der Kirche
Sankt Johannes im Frankfurter Stadtteil Goldstein. Frankfurt gehört zum Bistum Limburg.
Was die Kommunion
bedeute, haben diese Kinder – nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen’ seit dem Herbst intensiv gelernt.
Den Unterricht leitete die Gemeindereferentin Christine Sauerborn-Heuser mit anderen Frauen. In einer
der letzten Stunden vor dem großen Tag wurde den Erstkommunikanten noch einmal erklärt, worum es angeblich
geht.
Die ‘Frankfurter Allgemeine’ zitiert: „Bei eurer Erstkommunion dürft ihr zum ersten Mal das heilige
Brot essen. Danach könnt ihr das so oft wiederholen, wie ihr wollt, und euch dabei immer an Jesus erinnern.
Ich finde, das tut gut.“
Das lateinische Wort „communio“ bedeute auf Deutsch „Gemeinschaft“.
Darum sei
es für die Kommunionkinder bei der Vorbereitung am wichtigsten, Gemeinschaft zu erfahren – erklärt die
Gemeindereferentin weiter: „die Gemeinschaft untereinander, die Gemeinschaft mit anderen Christen und
die Gemeinschaft mit Gott“.
Dann berichtet der Artikel, daß die Kinder „früher“ hätten beichten müssen,
bevor sie zur Kommunion gehen durften. Die Zeitung zitiert dazu eine Erstkommunikantin: „Meine Mutter
hat mir davon erzählt«, sagt Samantha. »Sie mußte damals zugeben, was sie Böses getan hatte«.“
Der kleinen Samantha scheint man schon gehörig Angst vor ihrem Schatten eingeimpft zu haben: „Wenn ich
laut sagen müßte, was ich schon Böses getan habe, das wäre nicht so schön“ – wird sie von der Zeitung
zitiert.
Doch die komplexierte Kleine braucht sich nicht zu fürchten: Statt der „Beichte beim Pfarrer“
gibt es in der Gemeinde Sankt Johann für die Kinder einen abstrakten „Versöhnungsgottesdienst“.
Darin
wird darüber theoretisiert, was man machen kann, wenn Freundschaften zerbrechen, wenn man schuldig wird
und wie Konflikte meistern.
Ein Erstkommunikant erklärt, bei der Vorbereitung, viel über Gott gelernt
zu haben. Eine andere hat dabei neue Freunde gefunden.
Sie will auch nach der Kommunion in die Kirche
gehen, findet es aber schade, daß ihre moslemische Freundin nicht Kommunion feiern kann.