Fünf unerwartete Nebenwirkungen von ‘Summorum Pontificum’
Ein Wunder ist geschehen: Die Bischöfe sind sich ihrer pastoralen, liturgischen und disziplinarischen Hirtenrolle und Verantwortung endlich wieder bewußt geworden – wenigstens was den Alten Ritus betrifft.
1. Die Bischöfe
interessieren sich wieder für die Kenntnisse und die Einhaltung liturgischer Rubriken – vorerst zunächst
allerdings nur bei der Zelebration der außerordentlichen Form des Lateinischen Ritus.
2. Die Bischöfe
sorgen sich um die Anzahl der Gottesdienstbesucher, nachdem die massiv gefallene Zahl der Gläubigen in
der reformierten Liturgie des Neuen Ritus über Jahrzehnte kein ähnliches Nachdenken hervorgerufen hatte.
3. Die Bischöfe tragen Sorge, daß ihre Priester die lateinische Sprache wieder angemessen beherrschen –
wenigstens sofern sie die Alte Messe feiern wollen.
4. Die Bischöfe haben wieder verstanden, was das
Wort „außerordentlich“ bedeutet. Vielleicht ist das ein Schritt zur Erkenntnis, daß das gleiche Wort
auch im Ausdruck „außerordentliche Spender der Heiligen Kommunion“ – vergleiche die vatikanische Instruktion
‘Redemptionis Sacramentum’ Nr. 154-160 – verwendet wird.
5. Manche Bischöfe sorgen sich mehr als vorher
dafür, wie die Liturgie – die Alte Liturgie – in ihren Bistümern gefeiert wird. Sie wollen ihre Priester
sogar daraufhin testen.
Vielleicht werden sie sich eines Tages sogar dazu durchringen, die gleiche Sorge
um die rechte Feier der Liturgie auch der ordentlichen Form des Lateinischen Ritus angedeihen zu lassen.
Ein am 6. Juli 2007 veröffentlichter Video-Dank an den heiligen Vater für das erwartete Motu Proprio