Sonntag, 6. April 2008 20:09
Am 16. April will sich der Europarat offiziell
um seine Glaubwürdigkeit bringen. Von Monika Hoffmann, Medienbeauftragte der Christdemokraten für das Leben.


Europas Weg führt abseits der Menschenrechte.
(kreuz.net) Wenn der Europarat sich zukünftig weiter auf die Menschenrechts- konvention berufen will,
muß er sich am 16. April eindeutig gegen den „Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung“ aussprechen.
Der 1949 gegründete Europarat, dem 47 Staaten angehören, beruft sich für die Wahrnehmung seiner Aufgaben
auf die Europäische Konvention für Menschenrechte.
Die Menschenrechtskonvention enthält in Artikel
2 ausdrücklich das Recht auf Leben für jeden Menschen.
Der „Lebensrechtsartikel“ würde mit der Annahme
der Resolution quasi aufgehoben und der Rat unglaubwürdig.
Obwohl die Beschlüsse der parlamentarischen
Versammlung des Europarats für die Mitgliedsstaaten nicht bindend sind, werden sie national als Arbeitsgrundlage
und „als moralischer Appell“ verstanden.
Nationen wie Polen, Irland, Malta und Andorra, in denen vorgeburtliche
Kindstötung verboten ist, kämen zunehmend unter Druck, ihre Gesetze, die gerade im Bereich des Lebensrechts
mit zur „Identität eines Staates gehören“, zu liberalisieren oder aufzugeben.
Bei vollständig freigestellter
Abtreibung würden weniger Abtreibungen vorgenommen, argumentieren die Befürworter der Resolution.
Das
Gegenteil ist der Fall: Schweden, Dänemark und Großbritannien haben die liberalsten Abtreibungsgesetze
und gleichzeitig die höchsten Abtreibungsraten.
Von einem „Recht“ auf Abtreibung kann niemals die Rede
sein, da es dem Lebensrecht des Embryos diametral entgegensteht.
Die ‘Christdemokraten für das Leben’
appellieren daher an alle 18 deutschen Delegierten des Europarates der Resolution nicht zuzustimmen und
an der Menschenrechtskonvention des Europarates festzuhalten.
CDL ist eine bundesweit tätige Lebensrechtsinitiative
innerhalb der CDU/CSU.