Freitag, 11. April 2008 11:18
Priester und Bischöfe sind Sexualverbrecher, weil sie die Lust dämonisieren und Schuld- und Schamgefühle schüren. Sie gehören in psychiatrische Kliniken interniert. Von Lisa Abelin.


Symbolfoto
(kreuz.net) Die sexuelle Revolution der 68er war in Deutschland ein Protest gegen die christlich geprägten
Familienwerte der Adenauerzeit und ein Rückfall in die
Unmoral der Nationalsozialisten.
Im Vorfeld inszenierten
Alt-Nazis und Jung-Sozialisten eine Geschichtsverfälschung, die in der Kulturgeschichte ihresgleichen
sucht.
Die Kritik der Kirche an der
nationalsozialistischen Unmoral, die freie Liebe, vorehelichen Geschlechtsverkehr,
Ehebruch und Ehescheidung förderte, wurde von finanzmächtigen Journalisten als Faschismus hingestellt.
Die Mitglieder der SS, die in ihrer Zeitschrift ‘Das schwarze Korps’ den zügellosen Geschlechtsverkehr
propagiert hatten, wurden zu Spießern erklärt, welche die nationalsozialistischen Völkermorde aus einer
sexuellen Verklemmtheit heraus organisiert hätten.
Die junge Generation wurde von Chef-Ideologen wie
Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse, Rudolf Augstein und anderen eingepeitscht.
Die Propagandalüge lautete:
Triebverhalten und Aufbegehren gegen die Werte der Eltern sei ein Protest gegen Naziterror und Auschwitzmorde.
Diese Hetzpredigt erstickte die moralischen Werte, die von Eltern, Kirche und katholischen Politikern
vertreten wurden.
Noch 1965 rief der CDU-Politiker Adolf Süsterhenn († 1974) die „Aktion Saubere Leinwand“
ins Leben, um das Wiederaufleben pornographischer Filmwerke zu bekämpfen.
Die extremistische Frankfurter
Studentenzeitung ‘Diskus’ verdammte Süsterhenns Initiative als „Spießer-Moral“ und verglich sie mit
den „Säuberungen“ vietcong-verseuchter Sümpfe durch die Amerikaner und der Verdrängung von „Erinnerung
an Zustände in der dreckigen deutschen Vergangenheit“.
Unter Führung der beiden Zeitschriften ‘Spiegel’
und ‘konkret’ konnten Linksextreme wie die spätere Terroristin Ulrike Meinhof († 1976) ihre Haßpredigten
verbreiten: So sei eine 2000 Jahre lange angeblich christliche Geschlechtsfeindlichkeit zum Trauma der
westlichen Kultur geworden.
Der Kirchenhasser Karlheinz Deschner (83) redete von einer verderblichen
Sexualmoral der Priester und Bischöfe und forderte deshalb ihre Internierung in die Psychiatrie.

Buchumschlag des 1970 publizierten Buchs von Günter Amendt
Die
Kirchen seien „Sexualverbrecher“ – brüllte der Frankfurter Studentenführer und Kinderpornograph Günter
Amendt (68), „weil sie die Lust dämonisierten und Schuld- und Schamgefühle schürten“.
Auf einem Demonstrationsschild
in Münster konnte man 1972 lesen: „Keuschheit ist ebenso wenig eine Tugend wie Unterernährung“.
In
Stil und Inhalt besaßen die Angriffe der 68er auf eine angebliche Leibfeindlichkeit der Kirchen und die
Forderung nach der Entfesselung der Triebe eine frappierende Ähnlichkeit mit den Hetzartikeln der SS-Zeitschrift
‘Das schwarze Korps’.
Es waren auch die gleichen kleinbürgerlichen Schichten, die zuerst dem Nationalsozialismus
nachgelaufen waren und sich jetzt für eine sozialistische Umgestaltung der Gesellschaft begeisterten
und dafür die politische Farbe wechselten.
Eine kulturgeschichtliche Tragödie war es, daß diesen Extremisten
die antifaschistische Drapierung gelang und die Kirchen nicht die Kraft aufbrachten, dieses Possenspiel
zu entlarven
Schlimmer noch. Umfaller aus den eigenen Reihen schlugen sich auf die Seite der sexuellen
Revolution und bekämpften die moralischen Werte von innen.
Ende der 60er Jahre preschten führende protestantische
Theologen vor. Sie verlangten eine Liberalisierung des Scheidungsrechts und mehr Verständnis für die
voreheliche Unzucht.
In der offiziellen „Denkschrift zu Fragen der Sexualethik“ der ‘Evangelischen Kirche
Deutschlands’ wurde vorehelicher Geschlechtsverkehr moralisch begründet und der Gebrauch von Verhütungsmitteln
empfohlen.
Progressive Pastoren forderten die kirchlichen Jugendorganisationen auf, jungen Leuten Räume
für das Ausüben der sexuellen Unzucht anzubieten.
In der katholischen Kirche war es vor allem der Jesuit
Roman Bleistein († 2000), der schon in den 60er Jahren die katholische Sitten- und Ehelehre aushöhlte.
Er glaubte zu wissen, daß sexuelle Intimität in der schrittweisen Entwicklung einer Partnerschaft „naturgemäß“
vor der Ehe einsetze.
Als Papst Paul VI. in seiner Enzyklika ‘Humanae vitae’ die Sitten- und Ehelehre
zu bekräftigen versuchte, war es schon zu spät.
Katholische Theologen hatten die kirchliche Morallehre
schon so weit unterminiert, daß das päpstliche Lehrschreiben in Westdeutschland offiziell boykottiert
wurde.
Der Jesuit Karl Rahner († 1984) behauptete in einem ‘Spiegel’-Interview, daß die Enzyklika „fallibel“
sei und die Katholiken deshalb nicht binde.
Die Deutsche Bischofskonferenz unter dem Vorsitz von Kardinal
Julius Döpfner († 1976) nahm solche Interpretationen gerne auf und schoß dem Papst mit der „Königsteiner
Erklärung“ in den Rücken.
Die Erklärung stellte die Enzyklika als Orientierungsschrift hin und behauptete,
daß jeder Katholik in Sachen Ehe- und Sexualmoral allein vor seinem Gewissen verantwortlich sei.
Dieses
bischöfliche Fehlverhalten leitete einen massiven Niedergang der Kirche ein. Die Bischöfe schafften
dadurch nicht nur die Lehrautorität des Papstes ab, sondern auch ihre eigene.
Die „Königsteiner Erklärung“
durchbrach auch den letzten Damm, der die bevorstehende Porno- und Prostitutionswelle hätte aufhalten
können.
© Titelbild: Flickr-Benützer „RedButtons“, CC