Mittwoch, 9. April 2008 10:44
Im 17. Jahrhundert erschien die Muttergottes während 71 Jahren in einer kleinen Ortschaft in Ostfrankreich. Nun werden die Erscheinungen anerkannt.

Die Erscheinung Unserer Lieben Frau von Le Laus
(kreuz.net, Le Laus) Am 4. Mai wird der Bischof von Gap, Mons. Jean-Michel di Falco, die Marienerscheinungen
von Le Laus anerkannen. Das gab die Diözese Gap bekannt.
Le Laus befindet sich im südostfranzösischen
Département Hautes-Alpes.
Die Anerkennung wird während einer Heiligen Messe besiegelt. Zu dem Anlaß
werden rund dreißig Kardinäle und Bischöfe sowie der Apostolische Nuntius in Frankreich, Mons. Fortunato
Baldelli, erwartet.
Erscheinungen von Le LausDie Seherin von Le Laus, Benoîte Rencurel, kam am 16.
September 1647 in der kleinen Gemeinde Saint-Étienne d’Avançon, in den südlichen französischen Alpen,
zur Welt. Ihr Vater starb, als sie siebenjährig war.
Die verarmte Mutter konnte ihre Tochter nie zur
Schule schicken. Benoîte blieb Analphabetin.
Im Mai 1664 hütete sie wie gewohnt die Schafe eines Bauern
und betete den Rosenkranz. Plötzlich erschien ihr eine „schöne Dame“. Das Mädchen bot ihr ein Stück
ihres Abendbrotes an. Die Dame lächelte, ohne zu antworten.
Während der nächsten vier Monate besuchte
die Dame Benoîte jeden Tag. Die ersten beiden Monate schwieg die Erscheinung. Dann lehrte sie dem Mädchen
Weltliches, Göttliches, Manieren und Gebete.
Die Hirtin berichtete auch ihrer Bäuerin von den Visionen.
Diese blieb skeptisch.
Eines morgens spionierte sie der Hirtin nach. Die schöne Dame sagte Benoîte,
daß ihre Herrin in der Nähe sei.
Die Bäuerin konnte Maria nicht sehen, aber sie hörte, wie Maria
mit der Hirtin über ihren Seelenzustand sprach. Benoîte erhielt auch den Auftrag, die Bäuerin zu warnen,
da deren Seele in Gefahr sei.
Die Bäuerin war gerührt. Sie besserte ihr Leben und wandte sich den Sakramenten
zu.
Erst Ende August fragte Benoîte die geheimnisvolle Besucherin nach ihrem Namen. Sie antwortete „Frau
Maria“. Gleichzeitig sagte sie dem Mädchen, daß die Erscheinungen für einen Monat aufhören würden.
Ende September sah die Hirtin die Muttergottes am anderen Ufer eines Baches „schön wie die glänzende
Sonne“.
Die Heilige Jungfrau bat Benoîte, für künftige Erscheinungen in die Kapelle der Ortschaft
Le Laus zu kommen.
Die dortige Kapelle war sehr heruntergekommen. Deshalb wollte die Seherin wenigstens
ein Stück ihrer Schürze unter die Füße der Lieben Frau legen.
Maria lehnte ab. Sie erklärte, daß
es der Kapelle bald an nichts mehr fehlen würde, weder an Tüchern noch an Kerzen oder Zierat.


Webseite des Heiligtums Unserer Lieben Frau von Laus
Heute
besuchen rund 120.000 Pilger jährlich die Kirche von Le Laus. Im dortigen Heiligtum ereigneten sich seitdem
und schon zu Lebzeiten der Seherin zahlreiche Wunderheilungen.
Benoîte sah die Muttergottes bis an ihr
Lebensende im Jahr 1718 immer wieder.
In den Botschaften von Le Laus forderte die Muttergottes Buße
und Umkehr. Sie beauftragte Benoîte, für die Sünder zu beten und zu opfern.
Für Benoîte Rencurel
läuft ein Seligsprechungsprozeß.