Dienstag, 15. April 2008 08:27
Was bringt der Papst? + Er will nicht sehen + Juden spucken auf christlichen Klerus + Sieg der Gewaltapostel + Zweierlei Maß
Was bringt der Papst?USA. Der Erzbischof von Washington, Mons. Donald Wuerl (67), erhofft sich vom Papstbesuch
in den USA spirituelle Impulse. Das berichtete Radio Vatikan. Der Heilige Vater reist heute, bis zum Sonntag,
in die Vereinigten Staaten. Vor allem die Jugendlichen sollten die Rolle des Papstes besser verstehen
lernen – hofft Mons. Wuerl.
Er will nicht sehenHeiliges Land. Der neue israelische Botschafter beim
Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy (59), sieht die Situation der Christen im Heiligen Land nicht besonders
negativ. Das erklärte er im Gespräch mit dem Kölner ‘Domradio’. Lewy vergleicht die Massenflucht der
Christen mit Auswanderungsströmen im 19. Jahrhundert von Jerusalem und Bethlehem nach Amerika. Damals
sei die Ursache nicht die Politik, sondern die Wirtschaft gewesen: „So sehe ich auch heute die Ab- und
Zuwanderung mehr unter wirtschaftlichem Vorzeichen.“
Juden spucken auf christlichen KlerusHeiliges
Land. Archimandrit Tichon Saizew von der Russisch-kirchlichen Mission in Jerusalem hat sich über orthodoxe
Juden beschwert, die Vertreter des christlichen Klerus auf den Straßen der Jerusalemer Altstadt anspucken.
Das berichtete die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’ am 10. April. Der Archimandrit erklärte, daß
es „noch nett“ sei, wenn nur gespuckt werde. Manchmal würden auch Steine geworfen. Er forderte den Staat
Israel auf, dieses Problem zu lösen.
Sieg der GewaltapostelFrankreich. Der Antrag des spanischen Christdemokraten
Ignacio Cosido Gutierrez, die
Forderung einer Ausweitung der Abtreibungsgewalt in Europa, von der Tagesordnung
des Europarats zu nehmen, ist gescheitert. 48 Mitglieder des Europarates stimmten für den Antrag, 70
dagegen. Am Mittwoch diskutiert der Europarat über die Angelegenheit.
Zweierlei Maß„»Hrdlicka hat
sich sein ganzes Leben lang mit biblischen Themen auseinandergesetzt«, bemerkte der Kardinal [Christoph
Schönborn] in seiner Entgegnung an [den Journalisten der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’, Andrea]
Tornielli. Der Kardinal vergaß allerdings anzugeben, an welcher Bibelstelle die onanierenden Apostel
des ‘Abendmahls’ zu finden sind. Die Sache reiht sich in Peinlichkeiten ein, die aus der Erzdiözese Wien
immer wieder zu vermelden sind. Erstaunlich ist, daß seitens des Vatikans absolutes Schweigen über den
Vorfall herrscht. Wäre Schönborn ein einfacher Theologieprofessor, wäre die Reaktion aus Rom sicher
unmißverständlich und hart ausgefallen. Schade, daß hier derart verschiedenes Maß angelegt wird.“
Aus einem Kommentar der italienischen Nachrichtenagentur ‘kathmedia.com’.