Montag, 14. April 2008 12:03
700 erd-rote Kleiderfetzen mit Bildern der einheimischen Urbevölkerung werden gegenwärtig für den Weltjugendtag in Sydney produziert. Angeblich weigert sich der Papst, einen solchen zu tragen.


Meßgewänder für das Pontifikalamt mit dem Papst
(kreuz.net, Sydney) Papst Benedikt XVI. ist anscheinend mit den Meßgewändern unzufrieden, die er beim
Weltjugendtag in Sydney tragen soll. Das behauptet die australische Tageszeitung ‘The Australien’.
Die
Zeitung vermutet, daß die erdroten deckenförmigen Priesterkleider dem Papst zu unchristlich seien. Auf
ihnen ist kein ausdrücklich christliches Symbol zu sehen.
Die Gewänder, die von der offiziellen Homepage
des Weltjugendtags als „schicke Klerik-Couture“ bezeichnet werden, wurden von einer Ordensschwester und
einer Designerfirma aus Melbourne kreiert.
Auf der Vorderseite ist das am australischen Himmel sichtbare
Sternbild „Kreuz des Südens“ zu sehen.
Auf der Hinterseite ist ein Bild gedruckt, das den Titel „Marjorie’s
Bird“ – „Marjories Vogel“ trägt. Es stammt von Marjorie Liddy, einer Künstlerin der australischen Urbevölkerung.


Bericht in der Tageszeitung ‘Australien’
Laut einer Erklärung des für die Liturgie am Weltjugendtag zuständigen Priesters, Hw. Peter Williams,
solle das ‘Kreuz des Südens’ Australien als das „Große südliche Land des Heiligen Geistes“ – wie der
traditionelle Name Australiens lautet – darstellen:
„Das wird durch das Eingeborenen-Bild auf der Rückseite
der Kasel bekräftigt – Marjorie’s Bird – das ebenfalls den Heiligen Geist repräsentiert.“
Die gewählte
erdrote Farbe solle auf die einzigartige Landschaft Australiens hinweisen: „Wir wollen gewährleisten,
daß wir unsere einzigartige Landschaft, Geschichte und kulturellen Einflüsse herzeigen, wenn der Mittelpunkt
des internationalen Interesses wegen dieses großen Events in Sydney liegt“, so Hw. Williams:
„Wir möchten
unsere einzigartige Landschaft, Geschichte und kulturellen Einflüsse darstellen, wenn die internationalen
Scheinwerfer für diesen großen Anlaß auf Sydney gerichtet sind.“
Die Weltjugendtags-Paramente werden
gegenwärtig in der norditalienischen Stadt Bergamo produziert. Es wurden 700 Kaseln für Bischöfe und
Kardinäle, sowie 3.000 Stolen für Priester und Diakone in Auftrag gegeben.
Laut einer Sprecherin des
Weltjugendtags wird der Heilige Vater bei den Messen zwischen dem 15. und 20 Juli in Sydney höchstwahrscheinlich
eine Variante der für den Weltjugendtag gestalteten Kleider tragen.
Ein anderer Pressesprecher meinte
dagegen: „Ich habe noch nicht festgestellt, daß Kontroversen über die Liturgie im Aufsteigen sind.“