Donnerstag, 17. April 2008 08:07
kreuzmeldungen
Es scheint sicher + Einblick in die Proben + Die Toilette hinuntergespült + Mordarzt + Endlose Konzilskrise
Es scheint sicher

USA. Der Präfekt der Glaubenskongregation, William Joseph Kardinal Levada (71) soll in Kürze zum Erzbischof von New York ernannt werden. Entsprechende Gerüchte kursieren in Rom schon seit langem. Doch jetzt soll die Versetzung des Kardinals unmittelbar bevorstehen. Der gegenwärtige New Yorker Erzbischof, Edward Michael Kardinal Egan, vollendete am vergangenen zweiten April sein 76. Lebensjahr.

Einblick in die Proben

USA. Heute singt ein 250 Mann starker Chor während des Pontifikalamts von Papst Benedikt XVI. in Washington eine Strophe des Liedes „Holy God, we praise thy name“ auf Deutsch. Das berichtete die Nachrichtenagentur ‘AP’. Der Chorleiter David Mathers übte mit den Sängern eigens, den Laut am Ende von „Dich“ mehr aus der Kehle heraus zu singen. Er machte es vor: „chchch“ – so müsse das klingen. Die Sänger kicherten.

Die Toilette hinuntergespült

USA. Kürzlich feierten in der Stadt Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida 400 staatlich Geschiedene Eheleute ihre Trennung. Das berichtete der Österreichische Rundfunk. Einige spülten gemeinsam Imitate ihrer Eheringe die Toilette hinunter. Die Organisatorin der größten Scheidungsparty Amerikas wurde selber von ihrem eigenen Mann nach 13 Ehejahren sitzen gelassen. Mittlerweile hält sie Scheidungen für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, den man wie Geburtstage oder Hochzeiten feiern sollte. In den USA wird fast jede zweite Ehe geschieden.

Mordarzt

Österreich. Der pensionierte Salzburger Lungenfacharzt Helmut Wihan ist wegen Mordes angeklagt. Im Juni 2006 setzte er einer 70jährigen Depressiven eine tödliche Injektion. Wihan verteidigte sich, die Frau sei lebensmüde gewesen sei. Doch die Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt vor, die Tote in einer depressiven Phase ermordet zu haben. In dieser Phase hätte sie nicht „frei entscheiden“ können. Der Verteidiger argumentiert mit Berufung auf eine – in Österreich illegale – Sterbehilfe auf Verlangen.

Endlose Konzilskrise

„Die Krise, in welche die katholische Kirche nach dem letzen Konzil nicht nur im europäisch-westlichen Kulturkreis geraten ist, ist groß und nimmt weiter zu. Ein Ende ist nicht abzusehen. Menschen verlassen die Glaubensgemeinschaft scharenweise – in Lateinamerika sind es im letzten Jahrzehnt dreißig Millionen. Der Priestermangel wird immer bedrückender. Die Kirchen leeren sich am Sonntag beim Gottesdienst immer mehr, so daß in manchen Diözesen bereits Gotteshäuser zum Verkauf angeboten werden. Vor allem aber fehlen Kinder und Jugendliche im Gottesdienst und als bekennende Christen. Die Firmung ist weitgehend zu einer Zeremonie der Beendigung des Christusglaubens geworden, den man auch vorher kaum gelebt hat. Soweit Jugendliche sich überhaupt noch als katholisch betrachten, beschränkt sich ihre Religiösität auf Events. Die Beichte ist zum vergessenen Sakrament geworden – nicht nur bei Jugendlichen. Trotzdem gehen alle zur Kommunion, auch mit schweren Sünden.“

Geistlicher Rat Walter Lang auf der Webseite der Monatszeitung ‘Kirchliche Umschau’.
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