Freitag, 18. April 2008 09:47
In seiner ersten Predigt in den USA beklagte der Papst, daß die Getauften das Evangelium nicht befolgten. Ein Beispiel dafür ereignete sich noch während derselben Messe. Pressesplitter zum Papstbesuch in den USA.

Papst Benedikt XVI. zelebriert in Washington ein Pontifikalamt.
Viele Getaufte gegen das Evangelium„Viele Getaufte wirken nicht als geistlicher Sauerteig in der Welt,
sondern neigen zu Haltungen, die gegen die Wahrheit des Evangeliums gerichtet sind.“
Aus der Predigt
von Papst Benedikt XVI. am 17. April 2008 in Washington.Papstmesse gegen das Evangelium

John Kerry empfängt die heilige Kommunion
„Der Messe
[in Washington] wohnten auch einige Politiker bei, die Abtreibungsrechte verteidigen, etwa die Sprecherin
des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der frühere Präsidentschaftskandidat John Kerry. […]
Kerry empfing die Kommunion von einem Priester, der weit vom Altar entfernt stand.“
Aus einem Bericht
der Nachrichtenagentur ‘AP’.Papst empfing Mißbrauchsopfer„In einem unerwarteten und beispiellosen
Präzedenzfall hat Papst Benedikt XVI. in der Nuntiatur in Washington fünf Opfer des klerikalen Mißbrauchs
empfangen. […] Alle fünf stammen aus der Gegend von Boston. Quellen erklärten vor ‘National Catholic
Reporter’, daß Kardinal Sean O’Malley von Boston das Treffen mit Papst Benedikt eingefädelt habe. Am
Ende habe sich aber der Papst entschieden, den Termin wahrzunehmen.“
Der Vatikanist der US-Wochenzeitung
‘National Catholic Reporter’, John Allen, in einer Eilmeldung nach der offiziellen Bekanntgabe des Termins
durch den Pressesaal des Vatikan.Was ankommt„Benedikt hat sich auf die protestantischen Gründungsväter
der USA berufen und freundliche Signale an alle Ethnien und Religionen im Land ausgeschickt – das kommt
an.“
Aus einem Bericht von Stefan von Kempis für ‘Radio Vatikan’Reformatorische Straßenschlacht
„»Euer Papst ist ein Schwindler«, rufen stämmige Bärtige in ärmellosen Hemden, die sich radikale
Protestanten nennen. »Be-ne-detto! Be-ne-detto!«, skandieren die Katholiken und schlagen die hochgereckten
Arme im Takt. Würde Benedikt die Szenerie sehen, hätte er sicher keine Freude daran. Aber er ist längst
weitergefahren.“
Aus einem Bericht von Frank Hermann in der österreichischen Tageszeitung ‘Standard’
vom 18. April.Vergleichsweise schwierig„Andererseits kämpft die katholische Kirche in den USA wie
in Europa damit, daß geistliche Berufung im ohrenbetäubenden Lärm des Konsumismus untergeht – und viel
stärker als in Europa mit der Konkurrenz unzähliger anderer Religionsgemeinschaften. Nicht zu reden
von grundlegenden Meinungsverschiedenheiten über die Todesstrafe und den (Irak-)Krieg. Kurz: Der Papst
bewegt sich in den USA auf vermintem Gelände. Die überfälligen klaren Worte über klerikale Kinderschänder
zu finden, war vergleichsweise einfach.“
Aus einem Kommentar in der österreichischen Regionalzeitung
‘Tiroler Tageszeitung’ vom 18. April.Rücksicht oder Vorsicht?„Gleich zweimal nimmt der Papst in diesen
Tagen freundlich Rücksicht auf US-Bürger jüdischen Glaubens: Um ihr Pesach, ihr Osterfest nicht durcheinander
zu bringen, hat er seine Begegnung mit Vertretern anderer Religionen schon für den Donnerstag in Washington
angesetzt. Und einen Besuch in einer New Yorker Synagoge unternimmt Benedikt XVI. um eine Uhrzeit, die
es allen jüdischen Gläubigen noch erlaubt, zum Beginn des Sabbat rechtzeitig zuhause zu sein.“
Aus
einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ am 17. April.© Kerry: LifeSite