Freitag, 18. April 2008 14:04
Der Erzbischof von Wien erhielt kürzlich einen ungewöhnlichen Besuch. Man scheint sich recht gut verstanden zu haben.


Die Webseite der „Neuapostolischen Kirche Österreich“ berichtet über den Empfang beim Kardinal.
(kreuz.net, Wien) Am 16. April 2008 empfing der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, im
Erzbischöflichen Palais in Wien Rudolf Kainz. Kainz nennt sich selber Apostel und ist sogenannter „Kirchenpräsident
der Neuapostolischen Kirche Österreich“.
Diese Gruppierung entstand 1879 in Hamburg als Abspaltung in
der „katholisch-apostolische Kirche“, eine Sekte, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England
begonnen wurde.
Kardinal Schönborn empfing Kainz zusammen mit dessen Mediensprecher.
Nach Angaben der
Webseite der „Neuapostolischen Kirche Österreich“ ging es in dem Gespräch um den neuapostolischen Glauben,
die Strukturen der neuapostolischen Gemeinschaft im allgemeinen sowie um die „Umsetzung der Botschaft
Jesu im Leben der Christen und die seelsorgliche Betreuung der Jugend“.
Das Gespräch sei von „gegenseitigem
Wohlwollen und Respekt“ geprägt gewesen.
Kainz habe auch die Bestrebungen der „Neuapostolischen Kirche
Österreich“ in der Ökumene vorgestellt und dem Kardinal Unterlagen zum neuapostolischen Glauben und
zur Neuapostolischen Kirche in Österreich überreicht.
Die neuapostolische Gemeinschaft besitzt nach
eigenen Angaben weltweit etwa zehn Millionen Mitglieder. Der Hauptsitz der Gruppierung ist in Zürich.