Samstag, 19. April 2008 07:44
Das Problem der durchlöcherten Menschenrechte + Heidnische Gabenprozession + Krawattenbischof geehrt + Noch mehr Privilegien für Homos? + Die Vision Zulehners

Rede vor den Vereinten Nationen
Das Problem der durchlöcherten MenschenrechteUSA. Gestern hielt Papst Benedikt XVI. vor den Vereinten
Nationen eine Ansprache auf französisch und englisch. Dabei mahnte er, die Menschenrechtserklärung nicht
aufzuweichen, persönlichen Interessen zu unterwerfen oder zu relativieren. Die Menschenrechte könnten
nicht nach Trends oder selektiven Entscheidungen angewendet werden.
Die Rede im WortlautHeidnische
GabenprozessionUSA. Bei seiner Begegnung mit Vertretern verschiedener Religionen am Donnerstag abend
erhielt Papst Benedikt XVI. verschiedene Geschenke. Eine Muslimin schenkte ihm einen in Silber gefaßten
und mit Perlmutt besetzten Koran. Ein Jude schenkte ihm eine silberne Menorah, ein jüdischer Leuchter.
Die Ausführung besitzt zur Erinnerung an die Schoah statt der traditionellen sieben Arme acht. Ein Jainist
brachte einen metallenen Würfel und ein Hindu die Meditationssilbe „Om“ in Goldblech geritzt.
Krawattenbischof
geehrtFrankreich. Der Krawattenbischof von Angoulême im Westen Frankreichs, Mons. Claude Dagens (67),
ist am Donnerstag in die Académie française gewählt worden. Er übernimmt den Sitz des Historikers
René Rémond († 2007). Mons. Dagens ist der Autor des „Briefes an die Katholiken“, in dem er über den
Ort der Kirche in der zeitgenössischen Gesellschaft nachdenkt.
Noch mehr Privilegien für Homos?Deutschland.
Einer deutschen Familie mit zwei Kindern und einem Durchschnittseinkommen von 30.000 Euro fehlen pro Jahr
1.197 Euro. Das hat der Dortmunder Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert nach Angaben der Mai-Ausgabe der
katholischen Zeitschrift ‘stadtgottes’ berechnet. Unter Berücksichtigung des Existenzminimums, des Kindergelds,
der Abgaben und der Lohnsteuer bleiben einer Einkind-Familie pro Jahr 2.726 Euro an frei verfügbarem
Einkommen, einem kinderlosen Paar 6.517 und einem Ledigen 10.517 Euro.
Die Vision Zulehners„Bei der
Festveranstaltung zum 20-Jahr-Jubiläum der „Weizer Pfingstvision“ erklärte
Professor Paul Zulehner unter
anderem wörtlich: ‘Weil nur ein Gott ist, ist jeder einer von uns – der Buddhist ebenso wie der Moslem,
der Atheist ebenso wie der evangelische oder orthodoxe Christ oder der Jude. Nur ein derart weit geöffnetes
Christentum, welches die Vielfalt der Sprachen und Kulturen versteht, welches Gottes Heilsspuren in allen
Religionen und bei allen Menschen aufzuspüren vermag und selbstlos fördert, ist getragen von der Vision
Jesu und dem Kommen seines endzeitlichen Reiches in die eine Weltgeschichte.’“
Aus einem Bericht des
‘Österreichischen Rundfunks’ vom 15. April 2008.