Freitag, 25. April 2008 11:22
Keine verlorenen Schafe
Ein bekannter englischer Journalist hat das Gerücht gestreut, daß sich ein der Piusbruderschaft nahestehender Orden mit dem Heiligen Stuhl ausgesöhnt hat.
Die "Transalpinen Redemptoristen" bauen ihr Kloster beständig aus.
Die „Transalpinen Redemptoristen“ bauen ihr Kloster beständig aus.
(kreuz.net) Die der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahestehenden „Transalpinen Redemptoristen“ sollen sich entschieden haben, zur Kirche „zurückzukehren“.

Das erklärte der katholische Journalist Damian Thompson auf seinem Weblog der Londoner Tageszeitung ‘The Telegraph’.

Thompson ist Chefredakteur der katholischen Wochenzeitung ‘Catholic Herald’. Er hat sich in der Vergangenheit sehr für die Alte Messe eingesetzt.

Die Transalpinen Redemptoristen sind ein unabhängiger Orden mit 25 Mitgliedern. Sie leben auf der kleinen Insel Papa Stronsay im äußersten Nordosten Schottlands.

Die Gemeinschaft folgt der Redemptoristenregel, wurde aber bisher von der katholischen Hierarchie nicht anerkannt.


Der Orden hat im Gegensatz zur Piusbruderschaft am Karfreitag den neu formulierten Text der Fürbitte für die Juden benützt.

Thompson weiß keine Details über die angebliche Versöhnung mit dem Heiligen Stuhl. Seine Information steht im Kontext einer Tirade gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X.

Anfang März hat der von Thompson geleitete ‘Catholic Herald’ einen scharfen Angriff gegen die Piusbruderschaft geführt.

In dem aktuellen Blog-Eintrag kommentiert Thompson die Entscheidung des Generaloberen der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, derzeit keine Einigung mit dem Heiligen Stuhl zu unterschreiben.

Thompson wertet das als Wahl des „Sektierertums“ statt der Einheit.

Er erklärt, daß „die große Wunde der Kirche“ durch die tragische Unterdrückung der Alten Messe verursacht worden sei.

Der „Weggang“ der Piusbruderschaft sei zwar bedauerlich. Doch Thompson hält einen Teil der Bruderschaft für „fanatische Spinner“, die Bischof Richard Williamson folgen.

Abschließend glaubt Thompson, daß Papst Benedikt aufhören sollte, sich um die Lefebvristen zu kümmern.

Stattdessen solle er katholische Bischöfe disziplinieren, die sich gegen die Alte Messe stellen:

„Laßt die Lefebvristen ihren eigenen Papst wählen, wenn sie wollen. Der wahre Skandal ist, daß sich so viele liberale katholische Bischöfe in ihren eigenen Diözesen wie Päpste aufführen.“
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