Donnerstag, 24. April 2008 21:58
In Hamburg haben mehrere Zeugen gegen einen „keinesfalls unbekannten und unbedeutenden“ Homo-Priester Vorwürfe der Kinderschänderei erhoben.


Symbolfoto
(kreuz.net, Hamburg) Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen einen katholischen Geistlichen, der
ihm anvertraute Ministranten und Jugendliche sexuell mißbraucht haben soll.
Die Fälle sollen sich vor
fast zehn Jahren zugetragen haben, als der Priester als Vikar in Hamburg tätig war.
Das berichtete die
Tageszeitung ‘Hamburger Abendblatt’ heute in seiner Internet-Ausgabe. Dem Blatt liegen der Name und auch
eine detaillierte Liste von Vorwürfen vor.
Der beschuldigte Priester wurde vom Erzbistum Hamburg bereits
beurlaubt.
„Ich bin sehr betroffen, daß ein Priester unserer Kirche unter einem solchen Verdacht steht“,
erklärte der Erzbischof Werner Thissen von Hamburg am Donnerstag.
Die Staatsanwaltschaft wollte mit
Verweis auf das laufende Verfahren keine Einzelheiten nennen.
Nach einem Bericht der Tageszeitung ‘Hamburger
Abendblatt’ wurde die Strafanzeige Anfang April von Krzysztof Stobinski eingereicht.
Stobinski ist Mitglied
des diözesanen Pastoralrates und Präsident des „Polish Business Clubs Hamburg“.
Seine Strafanzeige
bezieht sich auf den Verdacht der sexuellen Mißhandlung von dem Priester anvertrauten Ministranten und
Jugendlichen.
Basis dafür ist ein Briefwechsel aus den Jahren 1999 und 2000, der erst jetzt in den Unterlagen
eines weiteren, schwer erkrankten Hamburger Pfarrers gefunden wurden.
Stobinski und andere Mitglieder
der katholischen Gemeinde in der Hansestadt sind besonders verbittert, da der beschuldigte Geistliche,
der jetzt außerhalb Hamburgs tätig war, weiterhin Kinder und Jugendliche in seiner Obhut hatte.
Mehrere
Zeugen hätten konkrete Vorwürfe gegen den „keinesfalls unbekannten und unbedeutenden“ Priester erhoben.
Der Geistliche soll neben dem Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen auch der Homo-Unzucht mit Volljährigen
verfallen sein.
Nach Angaben des Rechtsanwaltes des Antragstellers sind die Vorwürfe „ungeheuerlich“
und die Beweise „schwerwiegend“.
Da der in Hamburg tätige Priester zu einem anderen Bistum gehöre,
sei auch sein Bischof informiert worden.
© Titelbild: Gary A. K., CChttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en