Montag, 21. Februar 2005 10:27
Mit dem Hexenbesen zur Universität
Die Universität von Boston hat einer Gruppe von neuheidnischen Studenten einen offiziellen Status als religiöse Gruppierung verliehen. Die Gruppe widmet sich dem Hexenkult.
(kreuz.net, Boston) Bei der neuanerkannten „religiösen Gemeinschaft“ handelt es sich um einen Hexenaberglauben, der unter dem Namen „Wicca“ bekannt ist. „Wicca“ ist ein neoheidnischer Kult, der von einem britischen Beamten erfunden und im Jahre 1954 bekannt gemacht wurde.

Der Antrag der abergläubischen Studenten wurde bisher von der Universität zweimal abgelehnt. Letzten Donnerstag hat nun der universitäre „Rat für religiöse Aktivitäten“ ihrem Verlangen stattgegeben. Ab sofort sind die Wicca-Gläubigen von der Universität von Boston als neue religiöse Organisation anerkannt.

Die privat geführte „Universität von Boston“ wurde 1839 als methodistisches Seminar gegründet. Die Methodisten sind eine Abspaltung der Anglikaner. Die Universität hat heute fast 30.000 Studenten und ist die viertgrößte Privatuniversität der USA. Der baptistische Prediger und schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King († 1968) ist ihr bekanntester Alumnus. King promovierte dort im Jahre 1955 zum Doktor der Systematischen Theologie.

Der Präsident der frisch anerkannten Hexergruppe, Aubrey Hooser, studiert am dortigen sogenannten „Universitätsprofessoren-Lehrgang“, für den die Universität von Boston besonders berühmt ist.

Mit der offiziellen Anerkennung erlangt die Hexer-Gruppe gewisse Privilegien. So ist es ihr von nun an möglich, bei der Vorstellung der religiösen Gruppen der Universität zu Semesterbeginn aufzutreten und sich bei den neuen Studenten anzupreisen.

Von nun an wird es den Hexenanbetern auch möglich sein, an interreligiösen Treffen teilzunehmen, wo über die Religion diskutiert wird.

Die Universität wird den Neoheiden auch Räumlichkeiten zur Verfügungen stellen, wo sie sich versammeln können. Die Gruppe wird zudem im Büro des Universitätskaplans eingeschrieben sein.

Damit können die Aktivitäten der Gruppe unter den Studenten viel besser propagiert werden.
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