Sonntag, 27. April 2008 14:32
Unerträglicher Führer
Ein Atheist und skrupelloser Völkermörder soll angeblich gewünscht haben, als Christ beerdigt zu werden.
Lenin
Lenin
(kreuz.net) Der kommunistische Diktator Wladimir Ilitsch Lenin soll vor seinem Tod den Wunsch geäußert haben, als russisch-orthodoxer Christ beerdigt zu werden.

Das behauptete der Regisseur Igor Prokopenko, der kürzlich einen Dokumentarfilm über Lenin gedreht hat.

Lenin starb im Januar 1924 nur 53jährig an der Lustseuche Syphilis.

Der Film unter dem Titel „Unerträglicher Führer“ wurde am 21. April vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlt.

„Lenin bat darum, in Übereinstimmung mit der orthodoxen Tradition beerdigt zu werden“ – erklärte Regisseur Prokopenko nach Angaben der Tageszeitung ‘Rossiiskaja Gazeta’:

„Soweit ich mich erinnere, sprach Lenin von Sankt Petersburg als seinem Beerdigungsort. Doch angesichts der zahlreichen Bitten von Arbeitern, die nicht genügend Zeit hatten, um sich von dem großen Führer zu verabschieden, beschloß Josef Stalin, ein hölzernes Mausoleum zu errichten.“


Der Regisseur glaubt, daß das Gebäude nur für einen vorübergehenden Zweck gedacht war:

„Niemand hatte die Absicht, den Leichnam Lenins dort für immer aufzubewahren. Die Monate vergingen und die Jahre zogen ins Land. Es wurde klar, daß der Andrang der Arbeiter nicht geringer wurde.“

Am 5. März 1953 kam aus der Kommunistischen Partei der Vorschlag, den Leichnam Lenins zu begraben.

Der Ministerrat der Sowjetunion erließ ein Dekret, eine Totenstadt einzurichten, um die Leichen von Lenin, Stalin und der übrigen Parteigewaltigen, die an der Kremlmauer beerdigt waren, umzubetten.

Dieses Pantheon sollte einige Kilometer südlich der staatlichen Moskakuer Universität auf dem Gebiet einer ehemaligen Vitaminfabrik errichtet werden.

Doch der Beschluß wurde nicht ausgeführt.

Nach dem Staatsstreich im August 1991 kam die Frage noch einmal auf die Tagesordnung.

Schließlich wurde unter dem russischen Präsidenten Boris Jelzin († 2007) beschlossen, in Mitischtschi einen Bundesfriedhof einzurichten.

Mitischtschi ist eine nordöstliche Vorstadt von Moskau mit einer Bevölkerung von 160.000 Einwohnern.

Die Bauarbeiten dazu haben diesen April begonnen und sollen im Jahr 2010 abgeschlossen sein.
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