Donnerstag, 1. Mai 2008 11:03
Empörungsrhetorik und harte, selbstgerechte Urteilssprüche noch und noch. Doch in Wahrheit wollen sie alle nur dem ungehemmten Sexualtrieb frönen. Von Dr. Josef Preßlmayer.


Sexual-Psychotäter Josef Fritzl.
(kreuz.net) Ein heute 73jähriger Mann aus der niederösterreichischen Stadt Amstetten hat vor 24 Jahren
seine damals 18jährige Tochter eingesperrt und sie seitdem gefangengehalten.
Er hat die Tochter in der
Folge immer wieder vergewaltigt und mit ihr sieben Kinder gezeugt.
Ein neugeborenes Kind, das nach wenigen
Tagen starb, verbrannte er im Heizungsofen. Jetzt ist der offizielle Abscheu gegenüber diesen Mann, Josef
Fritzl, groß.
Zurecht.
Szenenwechsel. Die deutsche Bestseller-Autorin Charlotte Worgitzky (73) schildert
in ihrem Roman „Meine ungeborenen Kinder“ wie sie im fünften Schwangerschaftsmonat – nach Einnahme eines
Wehenmittels – ihr Kind tot zur Welt brachte und es anschließend im Ofen verbrannte.
Abscheu gegenüber
ihrer Tat war kaum auszumachen.
Steht es also unserer ehrenwerten Baby-Schlächter-Gesellschaft an, solchen
Ekel gegen den Mann aus Amstetten zu zelebrieren?
Ob dieser Mann für seine Taten zurechnungsfähig ist,
wird untersucht werden. Fest steht, daß Fritzl jahrzehntelang seine Taten akribisch geplant und ausgeführt
hat. Seine ausgezeichnet arbeitenden psychischen Funktionen Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken standen im
Dienste einer abartigen Trieb-Persönlichkeit.
Hunderte Menschen in Amstetten veranstalteten ein Lichtermeer
für die Opfer dieses Menschen.
Berührend.
Doch wer empfindet Mitleid mit den Abertausenden von ungeborenen
Kindern, die in Österreich im Leib ihrer Mütter nach kurzer Verfolgungsjagd, in der sich das Baby vor
der Saugspitze des Lohnhenkers zu retten versucht, zerfetzt werden?
Wer empfindet Mitleid, wenn die Leichen
dieser hoffnungsvollen Menschen, die als einfache Arbeiter oder auch als Musiker, Künstler und Wissenschaftler
ihrem Land gerne gedient hätten, in schwarzen Einweg-Tonnen in den staatlich ausgezeichneten „Entsorgungs-Betrieben-Simmering“
verbrannt werden?
Wenn ihre Asche im sogenannten Ringwall der Sondermüll-Deponie Rautenweg in Wien einzementiert
wird, um so noch einen letzten baulichen Zweck zu erfüllen?
Von welchem Wollen wird die Trieb-Persönlichkeit
dieser abartigen Gesellschaft geleitet?
Sie möchte ungehemmt dem Sexualtrieb frönen – wie Fritzl.
Schlimmer als Fritzl schreiten die enthemmten Demokraten, sobald ihnen bekannt wird, daß ein Kind ins
Leben gerufen wurde, sofort zur Beseitigung dieses Menschen.
Kinder-Lohnschlächter wie der Wiener Abtreiber
Christian Fiala, der in seinem Werbefolder die Falschinformation verbreitet, daß Abtreibung „keinen Einfluß
auf die Fruchtbarkeit“ hat, erledigen die Ausräumung der Mutterbäuche, die sich für Millionen von Kindern
aus Österreich als unentrinnbare Kerker erwiesen haben.
Fritzl zeugt mit seiner Tochter sieben Kinder
im Verlies und mit seiner Frau weitere sieben Kinder. Er tötete sie aber nicht vorsätzlich und ließ
sie leben – ein Fortschritt im Vergleich zu den Kinderschlächtern.
Wer handelt moralischer? Fritzl oder
die Abtreibungsgesellschaft um ihn herum – an der Spitze der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer,
der lange Jahre Generalsekretär der SPÖ war.
Fischer hat wesentlich dazu beigetragen, daß die Fristenlösung
in Österreich bisher etwa zwei Millionen ungeborene Kinder dem Sensenmann zuführte.
Wer handelt menschlicher?
Fritzl oder der Bundessprecher der Partei der „Grünen“ – der honorige Universitätsprofessor Alexander
van der Bellen – der die Herausnahme der Kindertötung durch Abtreibung aus dem Strafrecht fordert.
Unerwünschte
ungeborene Kinder sollen nach der Forderung des Universitätsprofessors straflos und nach Lust und Laune
bis zur Geburt abgeschlachtet werden.
Wer handelt verantwortungsvoller?
Fritzl, der jahrzehntelang seine
Opfer im Keller versorgte oder die österreichische Bundesregierung, die seit über dreißig Jahren die
Kinderabtreiber – also die Wölfe – mit der verantwortungsvollen Tätigkeit betraut, abtreibungswillige
Mütter zu beraten, damit diese ihr ungeborenes Kinder dem sicheren Mord zuführen?
Fritzl wird zweifellos
verurteilt und anschließend in ein Gefängnis oder in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher
eingewiesen.
Was geschieht aber mit den Politikern, welche die Bevölkerung in Österreich durch kaltblütige
Kinderschlächter ausrotten lassen?
Der Autor ist Gesundheitspsychologe und Kurator des „1. Europäischen
Lebensschutz-Museums“