Montag, 5. Mai 2008 08:44
Neuer Frühling? + Eine Stellungnahme, die keine ist + Interreligiöser Dialog praktisch + Den Papst vergessen + Mitten unter uns


Papstmesse in New York.
Neuer Frühling?Vatikan. Papst Benedikt XVI. hielt am Samstag in der Basilika Santa Maria Maggiore eine
Eröffnungsandacht für den Marienmonat Mai. Bei dem Anlaß erklärte er, daß der Rosenkranz – wenn er
nicht mechanisch und oberflächlich gebetet werde – Frieden und Versöhnung bringen könne. Der Heilige
Vater glaubt, unter katholischen Jugendlichen eine wachsende Marienfrömmigkeit erkennen zu können. Der
Rosenkranz erlebe einen „neuen Frühling“.
Eine Stellungnahme, die keine istUSA. Der Erzbischof von
Washington, Mons. Donald Wuerl, hat sich zum
Kommunionempfang von Abtreibungspolitikern bei der Papstmesse
in Washington geäußert. Der Erzbischof erklärte in der Bistumszeitung, daß die Entscheidung, ob prominente
Abtreibungs-Ideologen zur heiligen Kommunion zugelassen würden, vom jeweiligen Ortsbischof gefällt werden
solle. Er habe „immer die Rolle der Ortskirche respektiert“, so der für seine
liberalen Positionen bekannte
Oberhirte. Die Stellungnahme des Erzbischofs erschien, nachdem der
Erzbischof von New York den ehemaligen
New Yorker Bürgermeister in aller Öffentlichkeit für seinen Kommunionempfang gerügt hatte.
Interreligiöser
Dialog praktischVatikan. Ende April veröffentlichte der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog
die jährliche Botschaft zum buddhistischen Fest Vesakh, das an Geburt, Erleuchtung und vollkommenes Verlöschen
von Buddha bei seinem physischen Tod erinnert. Die vatikanische Botschaft mahnt die Buddhisten zum Umweltschutz.
Den Papst vergessenVatikan. Das US-Monatsmagazin ‘Time’ kürte kürzlich die angeblich „100 einflußreichsten
Persönlichkeiten“ der Welt. Unter den Prämierten befindet sich der deutsche Modedesigner Karl Lagerfeld,
die US-Senatorin Hillary Clinton oder der Dalai Lama. Papst Benedikt XVI. ist nicht auf der Liste, bedauerte
der Chefredakteur der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’, Gian Maria Vian, vor der Turiner
Tageszeitung ‘La Stampa’.
Mitten unter unsDeutschland. „Sie ist eine von uns. Sie ist keine Exotin
aus fernen Ländern, wo vielleicht Heiligkeit in der Luft liegt.“ Das erklärte der Erzbischof von Köln,
Joachim Kardinal Meisner, bei der gestrigen Seligsprechung der Ordensgründerin Mutter Rosa Flesch († 1906)
im Dom von Trier. Das Verfahren lief bereits seit 1957. Die neue Selige erblickte in Schönstatt bei Koblenz
das Licht der Welt. Sie wirkte unter Armen, Kranken und Waisen in Deutschland.