Sonntag, 4. Mai 2008 19:48
Die Wahrheit zählt ja sowieso nicht zu den höchsten irdischen Gütern der Karlspreis-Truppe. Ein Kommentar von Sedisvakantisten-Pater Rolf Hermann Lingen.


Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel
(kreuz.net) Am diesjährigen 1. Mai, am Fest Christi Himmelfahrt, erhielt die deutsche Bundeskanzlerin
Angela Merkel in Aachen den Karlspreis.
Der Initiator Kurt Pfeiffer hat den Aachener Karlspreis folgendermaßen
erklärt:
„Der Karlspreis wirkt in die Zukunft, er birgt gleichsam eine Verpflichtung in sich, eine Verpflichtung
von höchstem ethischen Gehalt.
Er zielt auf freiwilligen Zusammenschluß der europäischen Völker,
um in neu gewonnener Stärke die höchsten irdischen Güter – Freiheit, Menschlichkeit und Frieden – zu
verteidigen, den unterdrückten und notleidenden Völkern wirksam zu helfen und die Zukunft der Kinder
und Enkel zu sichern.“Der Preis wird seit 1950 jährlich verliehen. Preisträgerin im Jahr 1981 war
die französische Politikerin Simone Veil (80).
Zu den damaligen Rednern gehörte der Oberbürgermeister
der Stadt Aachen, Kurt Malangré, Mitglied einer Gruppe namens Opus Dei.
Frau Veil hat drei nationalsozialistische
Konzentrationslager überlebt. Nach ihr ist auch das französische Gesetz benannt, daß ungeborenen Menschen –
ähnlich wie den Juden im Nationalsozialismus – das Lebensrecht absprach.
Dennoch forderte Frau Veil
zusammen mit dem Holocaust-Propagandisten Elie Wiesel im Jahr 2004 auf der OSZE-Konferenz gegen Antisemitismus,
„dem anwachsenden Judenhaß konsequent zu begegnen.“
Elie Wiesel ist bekannt für Sätze wie: „Der Holocaust
ist ein heiliges Mysterium, dessen Geheimnisse auf den Kreis der Priesterschaft der Überlebenden beschränkt
bleibt“.
Oder: „Manche Ereignisse geschehen, sind aber nicht wahr. Andere sind wahr, finden aber nie
statt.“
Um es kurz zu machen: Der Karlspreis steht für die Zerstörung der christlichen Fundamente und
für den Aufbau der Neuen Weltunordnung.
Der erklärte Tanz um die „höchsten irdischen Güter – Freiheit,
Menschlichkeit und Frieden“ ist in Wahrheit ein Kampf gegen die Wahrheit und für die Unmenschlichkeit.
Diese Wahrheit wird nicht toleriert. Wer die Wahrheit trotzdem vertritt, wird bis zum Äußersten diskriminiert.
Nun hat also die geschiedene und wiederverheiratete Angela Merkel den Karlspreis erhalten.
Sie erklärte
bei der Preisverleihung: „In deutschem Namen wurde der unfaßbare Zivilisationsbruch der Schoah begangen.
Nur wenn wir die Erinnerung daran wach halten, können wir die Zukunft gestalten. Nur wenn wir das erkennen,
bleibt uns auch bewußt, wie wunderbar das Geschenk der Aussöhnung zwischen unseren Völkern ist und
welches Wunder das Friedenswerk der europäischen Einigung ist.“
Man mag jetzt wieder über die Behauptung
des „unfaßbaren Zivilisationsbruchs der Schoah“ meditieren.
Noch problematischer ist die Behauptung,
daß die Erinnerung an den Holocaust absolut für die Zukunft Europas unverzichtbar sein soll.
Es mag
sein, daß die Schoa-Erinnerung unverzichtbar ist für ein Europa im Sinne von Eli Wiesel, demzufolge
gilt: „Manche Ereignisse geschehen, sind aber nicht wahr. Andere sind wahr, finden aber nie statt.“
Dann
ist es eben ein Europa ohne Wahrheit. Die Wahrheit zählt ja sowieso nicht zu den „höchsten irdischen
Gütern“ der Karlspreis-Truppe.
Da werden „Freiheit, Menschlichkeit und Frieden“ beschworen. Das bedeutet:
Freiheit gibt es bezüglich der Ermordung von Kindern im Mutterleib – aber nicht bei der Äußerung der
Wahrheit.
Menschlichkeit gibt es bezüglich der Ablehnung der göttlichen Offenbarung, aber nicht beim
Respekt gegenüber der Wahrheit.
Frieden gibt es bezüglich der Ablehnung von Mission.
Auf diesem EU-Friedhof
von Wahrheit und Gerechtigkeit wird unerbittlich der Vernichtungskrieg gegen alle geführt, die noch an
Wahrheit und Gerechtigkeit festhalten.
Man schaue auf den Grundlagenvertrag von Lissabon: „Bekämpfung
von Diskriminierungen aus Gründen der sexuellen Ausrichtung“, „Kampfeinsätze im Rahmen der Krisenbewältigung“.
Merkels Europa ist ein Europa der Angst, des Zwangs, der Sklaverei.
Wahrheit und Gerechtigkeit werden
dort geopfert, wo der Mensch nicht mehr Gott als höchsten Gesetzgeber anerkennt.
Merkels Europa ist
Ausdruck des Glaubensabfalls, der im Neuen Testament immer wieder angekündigt wurde.
Lassen wir uns
davon nicht irritieren, weder von einem angeblichen unfaßbaren Holocaust-Mysterium noch von dem angeblichen
Wunder des angeblichen Friedenswerks von Lissabon mit Kampfeinsätzen und Religionszerstörung.
Auch
wenn wir von diesem Fluch Europas direkt und persönlich getroffen werden, denken wir an die Worte Jesu
im heutigen Evangelium:
„Sie werden euch aus den Synagogen stoßen; ja es kommt die Stunde, da jeder,
der euch tötet, Gott einen Dienst zu tun glaubt. Das werden sie euch antun, weil sie weder den Vater
noch Mich kennen. Ich sage euch das, damit, wenn jene Stunde kommt, ihr euch daran erinnert, daß Ich
es euch gesagt habe.“