Donnerstag, 8. Mai 2008 07:49
kreuzmeldungen
Ökumene nach Etikette + Die Anglikaner sind Protestanten + Verwirrung + Rom ohne Homo-Auflauf? + Nie ohne eine Blasphemie
Ökumene nach Etikette

Vatikan. Papst Benedikt XVI. wird am Freitag den Patriarchen der armenischen Gemeinschaft, Karekin II., in Audienz empfangen. Bereits gestern nahm der Patriarch an der Generalaudienz teil. Dabei bedankte sich der Heilige Vater für einen früheren Besuche im Vatikan und für den Empfang von Johannes Paul II. im Jahr 2001 in Edschmiadzin in Armenien. Edschmiadzin ist der Sitz des armenischen Patriarchen. Benedikt XVI. erwähnte in seiner Ansprache auch die schweren Verfolgungen der armenischen Christen zu Beginn des 20. Jahrhundert. Das Wort Völkermord benützte er nicht.

Die Anglikaner sind Protestanten

Vatikan. Die anglikanische Gemeinschaft müsse sich zwischen der traditionellen und der protestantischen Richtung entscheiden. Das erklärte der Präsident des päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, vor der britischen Wochenzeitung ‘Catholic Herald’. Anlaß für die Stellungnahme war der Besuch des Erzbischofs von Canterbury und Primas der anglikanischen Gemeinschaft, Rowan Williams, bei Papst Benedikt XVI. Kardinal Kasper fragt sich, ob die Anglikaner eher zu den „Kirchen des ersten Jahrtausends“ oder zu den protestantischen Gemeinschaften gehörten. Derzeit stünden sie irgendwo dazwischen, behauptete der Kardinal. Es sei Zeit, „die Identität zu klären.“

Verwirrung

Deutschland. Gestern Mittwoch trafen sich der Bischof von Eichstätt, Mons. Gregor Hanke, und der vorgeschlagene Präsident der katholischen Universität Eichstätt, Ulrich Hemel (51) zu einer Unterredung. Nach dem Gespräch sagte ein Bistumssprecher lediglich, daß das Gespräch fortgesetzt würde. Unmittelbar vor dem Termin erklärte der christdemokratische Wissenschaftsminister von Bayern, Thomas Goppel, daß die Entscheidung bereits gegen Hemel gefallen sei und eine Neuwahl anstehe. Später dementiere er den Bericht. Er habe nur das Szenario nach einer negativen Entscheidung dargelegt.

Rom ohne Homo-Auflauf?

Italien. Der neue römische Bürgermeister Gianni Alemanno möchte den diesjährigen Homo-Auflauf in der Ewigen Stadt verbieten. Die öffentliche Perversion ist für 7. Juni geplant. Dann wollen Homo-Ideologen auf der Straße angebliche Rechte für Sodomisten einfordern. Alemanno respektiert nach eigenen Angaben die „Homosexuellen“. Doch er fürchtet, daß der Auflauf eine Form von sexuellem Exhibitionismus sei.

Nie ohne eine Blasphemie

Österreich. Vom 8. Mai bis 29. Juni zeigt das „Museum Moderne Kunst Kärnten“ die Ausstellung „Länderspiel“. Zu sehen sind Bilder, Skulpturen und Installationen zum Thema Fußball. Eine Darstellung des angeblichen Künstlers Simon Patterson zeigt die zwölf Apostel als Fußballmannschaft. Der Heiland ist als Tormann abgebildet und der Verräter Judas als Spieler auf der Ersatzbank.
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