Donnerstag, 8. Mai 2008 19:06
Einer moslemischen Hausfrau aus Berlin sind beim Kartoffelschälen ungeheuerliche Dinge zugestoßen: Jetzt hat sie die Sache zunächst einmal beim Fleischer einschweißen lassen.


Kartoffeln sind vielseitig einsetzbar.
(kreuz.net) Beim Schälen einer Kartoffel hat eine Berlinerin in der Knolle ein Loch in Form eines christlichen
Kreuzes gefunden. Das berichtete die deutsche Tageszeitung ‘Die Welt’ am Mittwoch.
Das Gemüse wird bereits
als „heilige Kartoffel“ bezeichnet. Familie und Nachbarn halten es für ein Zeichen.
Das Kartoffelwunder
ereignete sich am Samstag in Berlin-Charlottenburg.
Birgül Balta (49) war in ihrer Küche dabei, selbstgemachte
Pommes zu produzieren.
Sie schnitt eine schöne große Kartoffel mit dem Messer der Länge nach durch:
„Da sah ich es“, zitiert ‘Die Welt’ Frau Balta „noch immer ganz aufgeregt“.
Auf beiden Hälften der Kartoffel
sei eine Vertiefung mit dem christlichen Kreuz zu sehen gewesen. Frau Balta ist muslimischen Bekenntnisses.
Sie rief zuerst ihre Familie und dann die Nachbarn herbei: „Alle waren ergriffen. Einige fingen sogar
an zu weinen und zu beten“ – behauptet sie.
Dann wurde die Kartoffel – zur besseren Haltbarkeit – in
eine Schale mit Wasser gelegt.
Jetzt rufen angeblich viele an und wollen die „heilige Kartoffel“ im Wasserbad
sehen.
Eine Frau habe sogar von dem Wasser getrunken. Eine andere Dame wollte die Kartoffel zu ihr in
die Wohnung nehmen, „damit sie ihr Glück bringt.“
Markus Thurau – katholischer Theologe an der Freien
Universität Berlin – gibt sich eher gelassen: „Solche Phänomene gibt es immer wieder“, sagt der.
Gesche
Hohlstein, Biologin und Sprecherin des Botanischen Gartens in Berlin, führt das Phänomen auf Pilze oder
Bakterien zurück, die das Innere der Kartoffel befallen haben.
Dann der enttäuschende Befund: „Wie
ein Kreuz sieht es für mich zumindest nicht aus.“
Für Frau Balta ist die Kartoffel auf jeden Fall ein
Zeichen: „Wunder spielen auch im Islam eine große Rolle, und ich glaube daran.“
Sie hat die Kartoffel
beim Fleischer um die Ecke einschweißen lassen. „So hält sie sicher ein paar Wochen“ – sagt sie: „Dann
sehen wir weiter.“
© Titelbild: Marco Bernardini, CC