Dienstag, 13. Mai 2008 09:39
Klassenunterschiede gibt es in dem Sinn nicht, weil wir als auserwähltes Volk alle adelig sind. Hurra! Interview mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
(kreuz.net) Am 31. Mai veranstaltet die Regensburger ‘Marianische Frauencongregation’ eine Wallfahrt zum
mittelschwäbischen Heiligtum Maria Vesperbild. Die Präfektin der ‘Marianischen Frauencongregation’,
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, stellte sich zu diesem Anlaß einigen Fragen.
Was ist die ‘Marianische
Frauencongregation’?Die ‘Marianische Frauencongregation’ ist das Gegenstück zur ‘Marianischen Männercongregation’.
Es handelt sich um eine Gebetsgruppe von Damen, die sich zusammengeschlossen haben, um treu zum Heiligen
Vater den gelebten Glauben in Familie und Freundeskreis zu tragen und gemeinsam zu beten.
Von wem wurde
die ‘Marianische Frauencongregation’ gegründet?Die ‘Marianische Frauencongregation’ gibt es schon ewig.
Sie wurde ursprünglich von den Jesuiten gegründet, im siebzehnten Jahrhundert, glaube ich.
Unser Ableger
ist eine Wiederbelebung, weil sich die ursprüngliche ‘Marianische Frauencongregation’ mit dem Frauenbund
zusammengeschlossen hat und daher mehr oder weniger zu einer politischen Bewegung wurde. Wir hingegen
sind eine aktive Gebetsgruppe.
Wer kann Mitglied werden?Jede Frau, die sich mit den Zielen identifizieren
kann oder Lust hat, sich auf diese einzulassen, ist willkommen.
Worauf läßt sich ein Mitglied ein?
Gemeinsam beten. Einmal im Jahr gemeinsam wallfahrten. Einmal im Jahr einen guten Vortrag über Themen
hören, die besonders Frauen interessieren und natürlich bei diesen Gelegenheiten an der Heiligen Messe
teilnehmen und den Rosenkranz beten. Natürlich tragen unsere Mitglieder die marianische Spiritualität
auch in ihre Familie und ihren Freundeskreis hinein.
Aus welchen sozialen Klassen kommen die Mitglieder?
Wir sind aus allen Lebensbereichen zusammengewürfelt. Es gibt Hausfrauen und Managerinnen. Es gibt Dicke
und Dünne, Große und Kleine, Schicke und weniger Elegante, Junge und Alte.
Klassenunterschiede gibt
es in dem Sinn nicht, weil wir als auserwähltes Volk alle adelig sind. Hurra!!!
Fördert die Congregation
Familien oder Großfamilien?Nein, nicht direkt. Aber mit unserem Gebet auch füreinander, fördern wir
natürlich die Anliegen unserer Mitglieder und ihrer Familien mit.
Wird die Wallfahrt von einem Priester
begleitet?Immer. Meistens ist unser Prälat Heinrich Wachter dabei. Er ist unser Spiritual.
Was ist
der Schwerpunkt der Wallfahrt?Zuerst natürlich der Besuch bei der Muttergottes, also das Gehen beziehungsweise
die Reise zu ihr. Dann natürlich die gemeinsame fromme Unternehmung, die uns zusammenbringt und Verbindung
schafft.
Wenn die Fürstin wallfahrtet, besteht die Gefahr, daß sich einige Pilger vielleicht nicht
nur wegen der Muttergottes auf die Reise machen?Warum soll das eine Gefahr sein? Es kommt schon mal
vor, daß der eine oder andere aus mondänen Gründen dazustößt. Aber wir fragen nicht, warum jemand
an einer Wallfahrt teilnimmt.
Für uns ist nur wichtig daß die Menschen an der Wallfahrt teilnehmen.
Die Muttergottes verteilt Ihre Gnaden mit Sicherheit jedem, der sich auf den Weg macht, auch wenn der
erste Gedanke vielleicht nur der Spaß an dem gemeinsamen Ausflug oder der Spaß an der Gemeinschaft oder
nur die Erholung vom Alltag ist.
© Bilder: Angelika Lukesch