Montag, 12. Mai 2008 11:59
Seit dem Pastoralkonzil ist die Kirche wie eine Frau, die nicht gebären kann. Um das nicht zu sehen, berauscht sich der Präsident der deutschen Bischofskonferenz am kirchlichen Rätesystem.

Erzbischof Robert Zollitsch
(kreuz.net, Freiburg) Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg (69) hat sich schon oft nach dem göttlichen
Willen hinter den sinkenden Priesterzahlen gefragt. Das erklärte er im Gespräch mit der ‘Schwäbischen
Zeitung’.
Seine Antwort: „Gott will, daß wir entdecken, daß Seelsorge nicht nur Sache eines einzigen
Berufs ist, nämlich des Priesterberufs.“
Die Seelsorge sei Aufgabe mehrerer kirchlicher Dienste. Neben
Priester und Diakone betreffe sie auch Ordensleute, Pastoralreferenten, Gemeindereferenten und Religionslehrer.
Der Erzbischof bedauert, daß die Gläubigen noch nicht genügend verstanden hätten, daß auch Diakone
sowie Pastoral- oder Gemeindereferent mit für die Seelsorge zuständig seien.
Ein Umdenken brauche seine
Zeit.
Zum Zölibat erklärte der Erzbischof, daß er wertvoll sei und bleiben werde.
Früher habe man
sich in einer katholischen Familie gefreut, wenn ein Sohn Priester wurde. Das sei heute nicht mehr selbstverständlich.
Seit dem Zweiten Vatikanum hat Mons. Zollitsch viele Veränderungen gesehen: „Denken Sie doch nur an
das große Engagement der Kirchengemeinderäte. Das ist für mich phantastisch.“
Es habe noch nie so
viele ehrenamtlich Engagierte in der Kirche gegeben wie heute – behauptet der Erzbischof.
Als Beispiel
der „Mitbestimmung von unten“ – Diktion der ‘Schwäbischen Zeitung’ – lobt Mons. Zollitsch die diözesanen
Räte. Das werde oft nicht gesehen.
Die Alte Messe schiebt der Erzbischof in eine Ecke und betont, daß
die nachkonziliare Liturgie die ordentliche Form „für unsere Gottesdienste“ bleibe.
Papst Benedikt XVI.
habe mit dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ den Altgläubigen in der Kirche „weiterhin“ die Möglichkeit
zur Alten Messe geben wollen.