Mittwoch, 14. Mai 2008 10:57
Die deutschen Bischöfe wollen den Störenfried kaltstellen
Die deutschen Bischöfe wollen offenbar ihre weltweite Vernetzung spielen lassen, um eine vorlaute Webseite aus dem Netz zu drängen.
Die von den deutschen Bischöfen offenbar verhaßte Webseite 'kreuz.net'
Die von den deutschen Bischöfen offenbar verhaßte Webseite ‘kreuz.net’
(kreuz.net) Im vergangenen Jahr wurde im Forum der US-amerikanischen katholischen Webseite ‘Fish Eaters’ darüber diskutiert, wer hinter der deutschsprachigen Webseite ‘kreuz.net’ stecken könnte.

Die Webseite versteht sich als Informationsportal über den „traditionellen Katholizismus“.

Die Forums-Diskussion startete der Leser „MitOS“ Anfang Dezember 2007. Er stellte die Frage nach den Hintermännern der Webseite ‘kreuz.net’.

„MitOS“, der nach eigenen Angaben kein Deutsch spricht, berichtete, von „jemandem in der Kirche“ nach den Hintermännern von ‘kreuz.net’ gefragt worden zu sein:

Er weiß, daß ‘kreuz.net’ von altgläubigen Katholiken in Europa sehr stark gelesen wird.

Die erste Antwort erhält Leser „MitOS“ von einem gewissen „Sonoman“.

Dieser hat festgestellt, daß das seriöse Unternehmen „Goddady“ als Eigentümer der Webseite eingetragen ist.

Forumsteilnehmer „Taiki“ weiß, daß es in Deutschland eine „wirklich große, beliebte Traditionalisten-Webseite“ gebe. Dann geht ihm ein Licht auf: „Das muß sie sein“ – meint er mit Hinweis auf ‘kreuz.net’.

Er glaubt, daß ‘kreuz.net’ der Priesterbruderschaft St. Pius X. gegenüber positiv eingestellt sei und vermutet, daß ein anderes Forumsmitglied – ein gewisser „HMiS“ – die Sache aufklären könne.

„HMiS“ benutzt als Bild neben seinem Namen ein Photo von Erzbischof Marcel Lefebvre und wartet sogleich mit brisanten Informationen auf.

Zunächst allerdings gesteht er, Herausgeber und Redakteure von ‘kreuz.net’ nicht zu kennen.

Aber er verdächtigt einige Einzelpersonen, an der Seite mitzuwirken.

‘kreuz.net’ beschreibt er als eine gute Webseite. Nur manchmal vergreife sie sich im Ton. „HMiS“ erwähnt Artikel über Homo-Unzüchtige und angebliche Homo-Rechte, gibt aber keine konkreten Beispiele.

Ferner vermutet er, daß ‘kreuz.net’ ziemlich sicher nicht zur Piusbruderschaft gehöre. Er positioniert die Webseite als „unabhängig, aber dem Indult nahe“.

Viele Leute würden Artikel einsenden, welche die Redaktion dann publiziere.

Über ‘kreuz.net’ werde in ganz Deutschland viel geredet.

Die Seite sei auch für die deutsche Bischofskonferenz ein Thema – weiß „HMiS“.

Die deutschen Bischöfe hätten es „sich im geheimen zum Ziel gemacht, etwas »über ‘kreuz.net’ ausfindig zu machen« und »diese Integristen zum Schweigen zu bringen«.“

In einem abschließenden Beitrag erklärt der Initiator der Forums-Diskussion, die gewonnenen Informationen weitergeleitet zu haben.
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