Donnerstag, 15. Mai 2008 10:01
Mysteriöse Kräfte scheinen gegenwärtig in der Diözese Chur mit Erfolg dabei zu sein, den Bischof in ein immer unentrinnbareres Spinnennetz einzuweben.


Bischof Vitus Huonder von Chur
(kreuz.net) Im Zusammenhang mit einem mysteriösen Projekt „Werkstätten Zukunft Kirche Zürich“ hat sich
am 28. April 2008 in der Residenz des Bischofs von Chur eine rätselhafte Projektgruppe konstituiert.
Darüber berichtete die Webseite der Diözese Chur. Der Kanton Zürich gehört zur Diözese Chur.
Die
Gruppe befaßt sich nach Angaben der Webseite mit nicht näher umrissenen „Anliegen an den Bischof von
Chur, an die Schweizerische Bischofskonferenz oder an die Weltkirche“.
Den Inhalt dieser Anliegen läßt
der Bericht völlig im Dunkeln.
Es wurde nur bekanntgegeben, daß bei dem Treffen der „Sitzungsrhythmus“
und das weitere Vorgehen bezüglich der „rund dreißig vorliegenden Anliegen“ festgelegt worden sei.
Die geheimnisvolle Gruppe wird vom Churer Bischof Vitus Huonder präsidiert. Dennoch wurde die erste Sitzung
von einem gewissen Rudolf Vögele geleitet.
Vögele ist Leiter des Ressorts Pastoral im Generalvikariat
Zürich.
Die Projektgruppe bezeichnet sich „das Beratungsgremium des Bischofs von Chur für die strategische
Umsetzung der Anliegen aus den Werkstätten Zukunft Kirche Zürich.“
Zusammen mit Bischof Huonder „als
Auftraggeber“ sichte sie die genannten Anliegen und lege ihre Priorität fest.
Ferner erarbeitet die
Projektgruppe Vorschläge, wie die geheimnisvollen Anliegen umgesetzt und gegebenenfalls weitergeleitet
werden könnten.
Sie unterstützt den Bischof bei der Herstellung der – wie es heißt – „notwendigen
Transparenz“ des Prozesses.
Darum versteht sich die Projektgruppe „als Ganze“ nicht verantwortlich für
die Umsetzung. Diese verbleibt angeblich in der Entscheidungskompetenz des Churer Bischofs.
Nach diesen
grundsätzlichen angeblichen „Klärungen“ verständigte sich die Gruppe über ihre Zusammensetzung und
beschloß, auch einen Pastoralreferenten als weiteres Mitglied zu berufen.
Ebenso wurde einvernehmlich
festgelegt, in einem monatlichen Rhythmus für jeweils fünf Stunden in Zürich zu tagen.
Beim nächsten
Treffen am 9. Juni sollen die mysteriösen dreißig Anliegen in einer Prioritätenliste neu sortiert werden.
In einer Abschlußrunde und bei einem anschließenden gemeinsamen Abendessen wurde eine „positive Sitzungskultur“
gelobt.
Auch bei kontroversen Themen sei eine gegenseitige Offenheit und ein konstruktives Miteinander
erlebbar gewesen.