Donnerstag, 15. Mai 2008 17:40
Die beste Möglichkeit, frühere Theorien zur Klärung des Attentats auf Johannes Paul II. zu verschleiern, ist, neue aufzuwerfen. Neues aus dem sozialistischen Lügensumpf.


Michail Gorbatschow
(kreuz.net, Warschau) „Ich habe keine Information über irgendeine Beteiligung des [Kommunistischen Geheimdienstes]
‘KGB’ an den Schüssen auf dem Petersplatz.“
Das schrieb der frühere sowjetische Staats- und Parteichef
Michail Gorbatschow bereits im Jahr 2006 in einem Brief an den deutschen Journalisten Werner Kaltefleiter.
Die italienische Tageszeitung ‘La Repubblica’ hat kürzlich Auszüge aus dem Brief veröffentlicht.
Ende April schürte ein US-Historiker mit Hilfe polnischer Zeitungen das Gerücht, daß Gorbatschow hinter
dem
Tötungsbefehl auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 stehe.
In seinem Brief beschreibt Gorbatschow
auch die anspannte Lage Polens Anfang der 80er Jahre.
Die Sowjetunion habe „natürlich“ politischen Druck
auf die polnische Staatsführung ausgeübt: „Aber die Frage einer militärischen Intervention hat damals
nicht einmal im Raum gestanden“ – schrieb Gorbatschow im Jahr 2006.
Ferner behauptet er, daß die Sowjetunion
zu keiner Zeit über eine militärische Intervention in Polen nachgedacht habe.
Das deutschsprachige
Nachrichtenportal aus Polen,
Polskaweb News glaubt Gorbatschow nicht.
Die Webseite beruft sich auf den
früheren polnischen Staatschef Wojciech Jaruzelski (84).
Jaruzelski meint, er habe seinem Land mit der
Verhängung des Kriegsrechts im Jahr 1981 eine Militärintervention der Sowjetunion erspart.
Der polnische
Journalist Jacek Pałasiński wiederum bezichtigte Jaruzelski gestern Mittwoch im Nachrichtensender ‘TVN24’
als „Lügner“. Er sei bestens über das geplante Attentat auf den Papst informiert gewesen.
Pałasiński
behauptete, daß der endgültige Beschluß zur „Kaltstellung“ Johannes Paul II. im November 1980 bei einer
Tagung der Verteidigungsminister der ‘Warschauer Pakt Staaten’ gefallen sei.
Jaruzelski habe an der Konferenz
teilgenommen.
Der Journalist will auch von einer geheimen angeblichen Urkunde des Treffens wissen. Sei
sei im Besitz einer bekannten bulgarischen Journalistin.
Das Dokument besage angeblich klar, daß man
eine Aktion gegen den Papst beschlossen habe.
Warum die vermeintliche Urkunde in den Händen einer Journalistin
noch nicht publiziert ist, erwähnte der Journalist nicht.