Samstag, 17. Mai 2008 09:03
Kraftvoll + Verantwortungsbewußtes Sakrileg + Musterurteil gegen Residenzpflicht + Widerwärtige Plage + Die Wahrheit ist verfassungwidrig
KraftvollVatikan. Gestern würdigte Papst Benedikt XVI. bei einer Ansprache vor katholischen Familienverbänden
Europas die Enzyklika ‘Humanae Vitae’. Die Enzyklika aus dem Jahr 1968 habe sich gegen die Strömung der
dominierenden Kultur gestellt. Sie betone kraftvoll die Qualität der ehelichen Liebe, die frei von Egoismus
und offen für das Leben ist.
Verantwortungsbewußtes SakrilegÖsterreich. Der Erzbischof von Wien,
Christoph Kardinal Schönborn, äußerte sich am 10. Mai vor der österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’
über konkubinierende Geschiedene. Dabei sagte er: „Erst wenn man sagen kann, das ist wirklich aufgearbeitet
worden, da ist eine Trauerarbeit, eine Reuearbeit, vielleicht sogar eine Versöhnungsarbeit geschehen,
kann man sehr wohl verantwortungsbewußt seelsorglich sagen, hier ist eine Situation, in der auch ein
Zugang zu den Sakramenten wieder sinnvoll ist.“
Musterurteil gegen ResidenzpflichtDeutschland. Die
rund 13.000 Angestellten der katholischen Kirche in Deutschland können gegen die Residenzpflicht klagen.
Das Arbeitsgericht Paderborn hat im Fall einer
Gemeindereferentin aus Paderborn-Sande ein entsprechendes
Musterurteil gefällt. Die Vorschrift der Kirche, daß Gemeindereferenten in ihrer Dienstgemeinde wohnen
müssen, sei ein „schwerer Eingriff“ in die Grundrechte.
Widerwärtige PlageVatikan. Papst Benedikt
XVI. empfing gestern Freitag Bischöfe aus Thailand zum Ad-Limina Besuch. In seiner Ansprache wünschte
sich der Heilige Vater mehr interreligiösen Dialog. Im Gespräch miteinander könnten Anhänger verschiedener
Religionen angeblich „die spirituelle und moralische Seele eines Volkes“ retten. Christen und Buddhisten
sollten in Thailand gemeinsam ethische Werte vertreten. Den Sex-Tourismus von Triebtätern aus dem Westen
nach Thailand nannte der Papst eine „widerwärtige Plage“.
Die Wahrheit ist verfassungwidrigVereinigte
Staaten. Das Oberste Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien hält die Tatsache, daß die Ehe eine Institution
zwischen Mann und Frau ist, für „verfassungswidrig“. Gesetze dürften eine „Ehe“ zweier Personen des
gleichen Geschlechts nicht verbieten. Der republikanische Gouverneur des Bundesstaates, Arnold Schwarzenegger,
will den absurden Richterspruch akzeptieren. Seine eigene Partei bemüht sich dagegen, den richterlichen
Scherzspruch für nichtig zu erklären. Bisher wird das Homo-Konkubinat nur vom US-Bundesstaat Massachusetts
anerkannt.