Sonntag, 18. Mai 2008 10:51
Ein Tumorrisiko von fast hundert Prozent
Nicht nur unmoralisch, sondern auch dumm: Diese Dinger haben tausenden von Versuchstieren das Leben gekostet, aber weltweit noch keinen einzigen Menschen geheilt.
Tumorzellen
Tumorzellen
(kreuz.net) „Mit embryonalen Stammzellen gibt es bis heute weltweit keine einzige klinische Studie“. Das erklärte der Molekularpathologe Lukas Kenner schon am 1. April in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’.

Dagegen sei die Therapie mit Stammzellen Erwachsener schon seit Jahrzehnten erfolgreich:

„Weltweit laufen Tausende klinischer Studien am Menschen mit adulten Stammzellen. Allein das amerikanische Register ‘www.clinicaltrials.gov’ nennt aktuell etwa 2.000 klinische Studien mit adulten Stammzellen.“

Kerner ist Professor an der Medizinischen Universität Wien.

Diese Stammzellen stammen entweder vom Patienten selber oder von erwachsenen Spendern. Schon 1990 erhielt der US-Amerikaner Edward D. Thomas den Medizinnobelpreis für adulte Stammzelltherapie.

Kerner weist darauf hin, daß die erfolgreiche Therapie des Herzinfarkts mit adulten Stammzellen in Deutschland unter Bodo E. Strauer an der Universität Düsseldorf entwickelt wurde.

Bei einer Anhörung im deutschen Bundestages erklärte Strauer vor einigen Wochen, für seine eigenen Forschungen „zu keiner Zeit“ den Vergleich mit embryonalen Stammzellen benötigt zu haben.

„Warum gibt es keine therapeutischen Ansätze mit embryonalen Stammzellen, von denen wir doch immer wieder hören, dass sie angeblich so viel besser, so vielversprechend sind?“ – fragt Kenner in seinem Beitrag.

Zwischen embryonalen und adulten Stammzellen gebe es große funktionale Unterschiede.

Embryonale Stammzellen könnten alle Zelltypen des Organismus bilden. Doch wenn man sie ihrer natürlichen Umgebung – dem intakten Embryo – entreiße, würden sie sich wie gefährliche Tumorzellen verhalten.

Kenner spricht von einem enormen Tumorrisiko „von fast hundert Prozent“:

„Embryonale Stammzellen haben Tausende von Versuchstieren das Leben gekostet, aber weltweit noch keinen einzigen Menschen geheilt.“

Adulte Stammzellen seien hingegen die von der Natur vorgesehenen Zellen zur ständigen Regeneration eines erwachsenen Organismus: „Ihr Einsatz in einer Zelltherapie entspricht ihrer natürlichen Aufgabe.“

Adulte Stammzellen seien darum für regenerative Zwecke, das heißt zur Heilung, geschaffen.

(c) Titelbild: Flickr-Benützer „Akay“, CC
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