Montag, 19. Mai 2008 08:17
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Eifriger Hirte + Liturgie ad libitum + Das letzte Interview + Leichtes Geld + Voneinander lernen – was?
Papst Benedikt XVI. in Ligurien
Papst Benedikt XVI. in Ligurien
Eifriger Hirte

Italien. Papst Benedikt XVI. reiste am vergangenen Wochenende in die Städte Savona und Genua in der westlichen italienischen Küstenregion Ligurien. Gestern besuchte der Papst auch die Kathedrale von Genua. Bei dieser Gelegenheit schenkte das Erzbistum dem Papst zur Erinnerung ein kostbares Schultertuch, das der frühere Erzbischof von Genua, Giuseppe Kardinal Siri († 1989), von Papst Pius XII. erhalten hatte. Der Heilige Vater würdigte Kardinal Siri ausdrücklich als „eifrigen Hirten“, zitierte ihn zweimal in seiner Ansprache und betete an seinem Grab.


Liturgie ad libitum

Deutschland. An der neuformulierten Karfreitagsfürbitte im Alten Ritus „kann schon nochmal gearbeitet werden“. Das erklärte der Präsident des päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, im Gespräch mit der Ulmer Tageszeitung ‘Südwest-Presse’ von heute Montag. Allerdings sei eine solche Bitte nicht an ihn herangetragen worden. Es gäbe keine konkreten Überlegungen. Aber im Lauf der Geschichte habe es „immer mal wieder“ Änderungen gegeben.

Das letzte Interview

Österreich. Kürzlich gewährte der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, der oberösterreichischen Wochenzeitung ‘Rundschau’ ein Interview. Bei der Korrrektur des ihm schriftlich zur Autorisierung vorgelegten Interviews strich der Prälat allerdings eine Frage und die Antwort. Bei der gestrigen Publikation des Interviews wies die Wochenzeitung mit Hinweis auf eine angebliche „journalistische Freiheit und Unabhängigkeit“ ausdrücklich darauf hin und publizierte die vom Bischof gestrichene Frage sogar: „Wie will die Kirche die seelsorgerische Flächendeckung sicherstellen? Es gibt ja Priester und Pfarrer, die mit Frauen zusammenleben, die Kinder haben etc. Die müssten ja dann konsequenterweise auch vom Dienst abgezogen werden.“

Leichtes Geld

Deutschland. Eine 47jährige Frau aus Augsburg hat einen Priester der Diözese Würzburg wegen angeblichen sexuellen Mißbrauchs auf eine halbe Million Euro Schmerzensgeld verklagt. Das Geld soll von der Diözese bezahlt werden. Das berichtete das Boulevardmagazin ‘Focus’. Die Frau erzählt eine phantasievolle Geschichte: Sie habe sich von einer Nonne „mehrmals wöchentlich“ zur Beichte in eine Hauskapelle bringen lassen. Im – bekannterweise engen und abgetrennten – Beichtstuhl habe sie das Geschlechtsteil des Priesters in die Hand und in den Mund nehmen „müssen“. Der Rechtsanwalt des Bistums Würzburg sagt, von der abstrusen Geschichte sei „kein Wort wahr“. Das Oberlandesgericht Bamberg sprach der Frau Prozeßkostenhilfe zu.

Voneinander lernen – was?

Italien. Der Erzbischof von Padua, Mons. Antonio Mattiazzo (68), hat Pläne für eine Moschee in seiner Bistumsstadt verteidigt. Er veröffentlichte dazu am vorletzten Samstag eine Stellungnahme. Mons. Mattiazzo betrachtet die Moschee als Gelegenheit, trotz Unterschieden „voneinander zu lernen“. Er wünscht sich ein Klima der Übereinstimmung. Bürgerproteste wehren sich indes gegen die Moschee.
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