Dienstag, 20. Mai 2008 11:16
Verkündigung des Evangeliums jetzt gegen Cash?
Es steht außer Zweifel, daß ein Superstar und Bestseller-Autor wie er viel höhere Eintritte für seine Vorträge verlangen könnte. Von Rodolfo E. Panetta, Horb-Grünmettstetten.
Benediktinerpater Anselm Grün
Benediktinerpater Anselm Grün
(kreuz.net) Im Mitteilungsblatt unserer Gemeinde ist für kommenden Mittwoch nachfolgende Bekanntmachung veröffentlicht:

Pater Anselm Grün in der katholischen Kirche Altheim

Am Mittwoch, 21. Mai, 20 Uhr spricht Pater Dr. Anselm Grün OSB, Verwalter der Abtei Münsterschwarzach, geistlicher Berater und Autor, in der katholischen Kirche Altheim.

Anselm Grün erschließt die Seligpreisungen der Bergpredigt als Übungsweg zu einem gelingenden Leben.

Die Bergpredigt ist einer der berühmtesten Texte der Weltliteratur. Ihre acht Seligpreisungen zeigen den Weg, der zu einem sinnvollen und glücklichen Leben führt. Ein Abend über spirituelle Praxis des gesunden Lebens und über die Kunst glücklich zu sein.

Noch sind Karten im Vorverkauf für 5.- Euro erhältlich beim Katholischen Kreisbildungswerk, Marktplatz 27 in Horb, Tel. 07451/623220, montags bis donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr oder bei der Buchhandlung Kohler, Christopherusbrücken 1, Horb. Restkarten sind an der Abendkasse zu erhalten.

Veranstalter ist das Katholische Bildungswerk Freudenstadt.



Glaubensverkündigung gegen Eintrittsgeld. Für uns altmodisch denkende Katholiken ist das schon starker Tobak.

Ich zweifle nicht daran, daß Hw. Pater Dr. Anselm Grün OSB sich persönlich an die evangelischen Räte hält und den Erlös des Abends ausschließlich für Zwecke der Weltmission verwendet.

Auch steht außer Zweifel, daß ein Superstar und Bestseller-Autor wie er, wenn er wollte, viel höheren Eintritt für seinen Vortrag verlangen könnte.

Trotzdem bleiben Fragen offen: Welchen Eintritt nahm eigentlich unser göttlicher Meister selbst damals bei der Bergpredigt, welche hier vermarktet wird?

Warum muß ein kommerziell aufgezogener Vortrag in einer alten Kirche stattfinden, welche einstmals aus den vom Munde abgesparten Scherflein armer Bauern, Knechte und Dienstmägde erbaut worden ist?

Es mag ja ganz gut sein, daß Pater Anselm Grün in Seminaren und Vorträgen unseren Top-Managern Anstand und christliche Werte beizubringen versucht.

Man kann sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, daß auch die Gepflogenheiten und sogenannten Werte der Manager inzwischen auf den Pater abgefärbt haben.
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