Dienstag, 20. Mai 2008 09:45
Derzeit zelebrieren sieben Weltpriester in der Diözese Regensburg öffentlich den überlieferten Ritus – Tendenz steigend.


Alte Messe in Regensburg
(kreuz.net) Mit dem Erscheinen von ‘Summorum Pontificum’ sind die Bemühungen um die Alte Messe in ein
„ganz neues Stadium“ getreten.
Das erklären Helmut Birnbaum und Martin Götz in einer Aussendung des
‘Petrus-Canisius-Kreises Regensburg’. Die Vereinigung setzt sich für die Alte Liturgie im Bistum Regensburg
ein.
Vor dem Motu proprio habe im Bistum Regensburg keine einzige offizielle Möglichkeit zum Besuch
der Alten Messe bestanden. Darum könne man sagen, „daß wir schon viel erreicht haben“.
Der Bericht
erinnert sich an die
erste Alte Messe in Regensburg nach Inkrafttreten von ‘Summorum Pontificum’.
Sie
fand am vergangenen Michaelsfest in der überfüllten Stiftskirche Sankt Johann in Regensburg statt: „Seit
diesem Tag wird der Alte Ritus auch im Bistum Regensburg wieder gepflegt.“
In der Folge entstand in
der Kapelle Maria Schnee eine
Mittwoch-Abend-Messe, die zum ersten Mal am 14. Oktober 2007 zelebriert
wurde:
„Aber mit einer Werktagsmesse waren wir nicht zufrieden, wir wollten eine regelmäßige Sonntagsmesse“ –
so der ‘Petrus-Canisius-Kreis’.
Nach langem Hin und Her, der Überwindung vieler Hürden und nach „endlosen
Gesprächen“ habe auch das geklappt: „Am Weihnachtsfest wurde die erste Heilige Messe, ein Hirtenamt in
Sankt Rupert, der alten Pfarrkirche von Sankt Emmeram, zelebriert.“
„Es war eiskalt, denn die Kirche
besitzt keine Heizung. Trotz der Kälte war es ein erhebendes Gefühl, daß in diesem altehrwürdigen
Gotteshaus endlich wieder die Messe gefeiert wurde, für welche die Kirche erbaut wurde.“
Wegen der großen
Kälte in der Sankt Rupert-Kirche wurde die Messe schließlich in die große Basilika Sankt Emmeram verlegt.
Seither gibt es in Regensburg jeden Sonntag um 17.00 Uhr ein Heiliges Amt im Alten Ritus mit Orgelbegleitung.
Die Zelebranten sind Diözesanpriester, die in Pfarreien oder anderen Bereichen des Bistums Regensburg
tätig sind. Die meisten von ihnen mußten den Alten Ritus ganz neu lernen.
Insgesamt zelebrieren derzeit
sieben Weltpriester in der Diözese öffentlich den Alten Ritus. Die Tendenz ist steigend.
Der Bericht
weist noch auf weitere Zelebrationsorte im Bistum hin. Diese seien „teilweise unter schweren Kämpfen“
entstanden.
In Weiden in der Oberpfalz gibt es eine monatliche Sonntagsmesse. Dort laufen gegenwärtig
Bemühungen, häufiger zelebrieren zu dürfen.
In Rohrbach im Landkreis Regensburg erreichte der ‘Kreis’
eine monatliche Sonntagsmesse.
In Bad Kötzting im Landkreis Cham sind die Verhandlungen über die Einrichtung
einer Alten Messe immer noch nicht abgeschlossen.
Erfreuliches gibt es auch aus den Pfarreien Donaustauf
im Landkreis Regensburg und Niederviehbach im Landkreis Dingolfing-Landau. Dort gibt es – ebenso wie in
Gerzen im Landkreis Landshut im Süden der Diözese – eine wöchentliche Heilige Messe.
Die bittere Nachbemerkung
in dem Bericht: „Schade und unverständlich ist es, daß unter dem Klerus immer noch so viel behindert
und quergearbeitet wird. Das wird sich wohl auch in absehbarer Zeit nicht ändern.“