Dienstag, 20. Mai 2008 08:18
kreuzmeldungen
Fronleichnams-Chaos + Chimärwesen erlaubt + Patriarch abgesetzt + Er will kein Gebet + Keine Aufforderung
Papst Benedikt XVI.
Papst Benedikt XVI.
Fronleichnams-Chaos

Italien. Am kommenden Donnerstag abend hält Papst Benedikt XVI. die alljährliche Fronleichnams- prozession, die von der Lateranbasilika zur Basilika Maria Maggiore führt. Fronleichnam ist in Italien ein gewöhnlicher Arbeitstag. Der Festtag wird kirchlich erst am darauffolgenden Sonntag begangen. Trotzdem hat Johannes Paul II. die Donnerstags-Prozession wieder eingeführt. Das neue römische Parlament brütet seit Ende April über einem Gesetzesentwurf, um den Fronleichnam wieder zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären.

Chimärwesen erlaubt

Großbritannien. Das britische Unterhaus hat am Montag die Züchtung von Menschen in tierischen Eizellen genehmigt. Die Abgeordneten stimmten mit 336 gegen 176 Stimmen für die Produktion solcher Chimärwesen. Die Forscher versprachen, die Tiermenschen spätestens im Alter von zwei Wochen wieder zu töten. Die embryonale Stammzellenforschung erweist sich immer mehr als ein Irrweg.

Patriarch abgesetzt

Serbien. Die Bischöfe der serbisch-orthodoxen Landeskirche haben ihren schwerkranken Patriarchen Pawle I. (93) gegen seinen Willen entmachtet. Das berichtete ‘Radio Vatikan’. Seit gestern hat der Heilige Synod alle Aufgaben übernommen. Im Oktober soll ein Nachfolger gewählt werden.

Er will kein Gebet

Deutschland. Es sei „stillos“, heute Mission anzustreben. Das behauptete der kirchenfeindliche jüdische Konvertit, Rabbiner Walter Homolka, vor dem ‘Zweiten Deutschen Fernsehen’. Homolka sprach über die neue Karfreitagsfürbitte für den Alten Ritus. „Wir möchten weder bebetet noch missioniert werden“ – so Homolka.

Keine Aufforderung

„Zunächst muß man sehen, daß sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) das Verhältnis zwischen gläubigen Juden und dem Vatikan fast um 180 Grad geändert hat. Jetzt hat es natürlich Irritationen gegeben. Ich verstehe das – und verstehe das auch wieder nicht. Das ist ein Gebet, das nur für 0,5 Prozent der katholischen Gläubigen gilt. Und für die ist es eine Verbesserung gegenüber dem Vorhergehenden. Inzwischen hat man versucht zu erklären, was mit dem Gebet gemeint ist. Natürlich ist es keine Aufforderung zur Judenmission.“

Der Präsident des päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, zur neuen Karfreitagsfürbitte für die Alte Liturgie am 19. Mai im Gespräch mit der ‘Südwest-Umschau’.
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