Dienstag, 20. Mai 2008 15:51
Das im Vatikan bedruckte Papier wird auch von den Kardinälen mißachtet. Die Frage der Zulassung von Homos zum Priesteramt ist schon seit einiger Zeit geklärt. Doch ein Kirchenfürst weiß es besser.


Der Erzbischof von Manila, Gaudencio Kardinal Rosales
(kreuz.net, Manila) Homosexuelle Priester, die ihre tiefsitzende Neigung nicht ausleben, sind „nicht so
schlecht“. Das erklärte der Erzbischof von Manila, Gaudencio Kardinal Rosales (75), im Interview mit
dem kirchlichen Radio ‘Veritas’.
Der Kardinal gestand, Homos zum Priestertum zugelassen zu haben. Eine
Homo-Neigung bedeute nicht automatisch, daß der Priester „schlecht“ sei – beschwichtigte der Kirchenfürst.
Solche Priester machten angeblich einen Unterschied zwischen der widernatürlichen Neigung und der ausgelebten
Sodomie. Das seien „zwei völlig verschiedene Dinge“.
Kardinal Rosales behauptet weiter, daß das auch
die Position von Papst Benedikt XVI. sei.
Der Heilige Vater habe Homos bei seiner Kritik an der klerikalen
Knabenschändung in den USA nicht per se verurteilt.
Was auf den vatikanischen Papieren gedruckt ist
Der Kardinal widersprach in dem Interview den geltenden Vorschriften der Kirche.
Ein Beispiel dafür
ist die im November 2005 erschienene ‘Instruktion über Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit
homosexuellen Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesteramt und zu den heiligen Weihen’.
Der Text schließt jene vom Priesterseminar und der Weihe aus, „die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende
homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte homosexuelle Kultur unterstützen.“
„Die negativen
Folgen, die aus der Weihe von Personen mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen erwachsen können, sind
nicht zu übersehen.“
© Titelbild: Erzdiözese Manila