Freitag, 23. Mai 2008 10:03
Früher waren die ökumenischen Probleme vor allem theologischer Natur. Inzwischen treffen sie mehr und mehr auch fundamentale, moralische Bedenken.


Wie offen fördert die lutherische Gemeinschaft die Sodomie?
(kreuz.net, Hamburg) In der nördlichsten deutschen Region Schleswig soll ein nicht bereuender Homo-Unzüchtiger
zum weltweit ersten Landesbischof der lutherischen Gemeinschaft gewählt werden.
Es handelt sich um den
lutherischen Propst Horst Gorski aus Hamburg. Das berichtete die protestantische Nachrichtenagentur ‘idea’
gestern.
Ein Wahlausschuß unter Vorsitz der lutherischen Landesbischöfin Maria Jepsen aus Hamburg hat
vor kurzem Gorski und Propst Gerhard Ulrich aus Kappeln im Kreis Schleswig-Flensburg als Kandidaten für
die Nachfolge des Schleswiger Bischofs Hans Christian Knuth benannt. Knuth tritt zum 1. Oktober in den
Ruhestand.
Die Landesbischofswahl wird am kommenden 12. Juli in Schleswig stattfinden.
Gorski war 1990
ein Mitbegründer eines Zusammenschlusses homo-perverser Pastoren in Nordelbien.
Falls die Synode Gorski
wähle, würde dies „Ansehen und Gewicht der lutherischen Kirche in der Ökumene weiter ruinieren“ – schreibt
der lutherische Pastor Dieter Müller aus Kiel vom Vorstand der theologisch konservativen ‘Kirchlichen
Sammlung um Bibel und Bekenntnis’.
Müller weist darauf hin, daß Homosexualität für die katholische
Kirche ein Weihehindernis sei.
Eine Wahl Gorskis würde den Papst in der Überzeugung bestärken, daß
es sich bei der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche „bestenfalls um eine kirchliche Gemeinschaft
handelt, deren verhandlungsfähige Bekenntnisse längst vergessen im Archiv verstauben“.
Müller übt
auch scharfe Kritik an der theologischen Haltung des Propstes.
Er verweist auf die Predigt, die Gorski
am Karfreitag 2006 in Hamburg hielt.
Dabei sagte er: „Der Tod Jesu war nicht notwendig, damit Gott sich
mit uns versöhnt und uns vergibt. Diese Behauptung einer solchen Notwendigkeit ist eines der größten
Mißverständnisse der christlichen Geschichte.“
Müllers Kommentar: „Mit seiner Karfreitagspredigt hat
Horst Gorski sich aus der lutherischen Kirche verabschiedet. Daß dies weder ihm noch seiner Bischöfin
aufgefallen ist, spricht für sich.“
Die Predigt Gorskis sei „das Paradebeispiel einer postmodernen liberalen
Theologie, die kaum noch Biblisches zu sagen hat und wenig mehr als die Dürftigkeit ihrer Fabrikanten
enthüllt“.
© Titelbild: Tolka Rover, CC