Freitag, 23. Mai 2008 12:15
Höchstens ein Hustenreiz
Die Stimmung in der angeblich vom Zweiten Vatikanum erneuerten Kirche ist seit Jahrzehnten schlecht. In dieser Situation könnte man auf ein ganz einfaches Hilfsmittel zurückgreifen.
Weihrauch beruhigt
Weihrauch beruhigt
(kreuz.net) Der im Neuen Ritus kaum mehr verwendete Weihrauch ist gut gegen Depressionen.

Das hat eine Gruppe um den israelischen Wissenschaftler Arieh Moussaieff von der Hebräischen Universität in Jerusalem mit Versuchen an Mäusen gezeigt.

Das Hochgefühl beim Riechen von Weihrauchduft geht auf eine direkte Wirkung im Gehirn zurück. Einer der Inhaltsstoff des Weihrauch-Harzes entspannt und lindert Depressionen.

Jetzt hoffen die Forscher, neue Möglichkeiten zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen zu finden.

Berichte über einen beruhigenden, entspannenden Effekt des Weihrauchs gibt es seit langem. Moussaieff und seine Mitarbeiter versuchten deshalb, diesen Effekt auch in Versuchen nachzuweisen.

Dazu spritzten sie Mäusen Incensolacetat – einen der aktivsten Inhaltsstoffe des Weihrauchs – in die Bauchhöhle und beobachteten anschließend ihr Verhalten.

Das Ergebnis: Die Tiere zeigten weniger Angst und waren deutlich entspannter als ihre unbehandelten Artgenossen.

Weitere Test bewiesen, daß dieser Effekt auf eine Aktivierung von Gehirnregionen zurückgeht, die für die Verarbeitung von Emotionen zuständig sind und Wärmegefühle auf der Haut auslösen.

Insgesamt zeigten die Ergebnisse, daß Weihrauch tatsächlich einen Einfluß auf die Stimmung hat.

Die nachgewiesene Stimmungsaufhellung und die Wärmeempfindung verstärken möglicherweise das Hochgefühl und die Konzentration während religiöser Zeremonien.

Abgestandener oder qualitativ minderwertiger Weihrauch, wie er – wenn überhaupt – in katholischen Liturgien verwendet wird, dürfte solche Effekte allerdings nicht hervorbringen, sondern höchstens zu einem Hustenreiz führen.

© Titelbild: Lawrence OP, CC
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