Muselmanen
Den Angriffen ausgewichen
Die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher wurde ausgeladen. Der Generalsekretär der Evangelischen Allianz mahnt. Von Kurt J. Heinz.
Spiegelbild
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© Fabio Venni, CC
(kreuz.net/Medrum) In Österreich wurde die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher ausgeladen.

Auf Einladung des „Personenkomitees Aufeinander zugehen“ sollte Frau Schirrmacher in der oberösterreichischen Stadt Traun zum Thema „Islam in Europa als Herausforderung für Staat, Gesellschaft und Kirche“ vortragen.

Dagegen hat offenbar auch der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Omar Al-Rawi aus Wien, protestiert.

Schnell und kampflos wurde das Terrain darauf denen überlassen, für die Toleranz eine Tugend ist, die sie vor allem für sich selber einfordern.

Der Widerstand gegen die Christen wächst. Mit Hilfe von Ausdrücken wie „extremistisch“ oder „fundamentalistisch“ läßt sich leicht gegen jene Christen vorgehen, die es wagen, mutige Fragen zu stellen.

Das geschieht immer wieder dem Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, oder dem Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa, wenn sie gesellschaftliche Entwicklungen kritisieren und ihre christliche Auffassung äußern.

Die Medien sind die Lokomotive des Zeitgeistes. Sie überfahren mit ungebremster Kraft all jene christlichen Geister, die sich ihnen widersetzen.

Die entlassene deutsche TV-Moderatorin Eva Herman ist ein anderes Beispiel. Was hilft es ihr, wenn sie Monate nach ihrer medialen Hinrichtung vor Gericht gegen die ‘Deutsche Presseagentur’ Recht bekommen hat?

Haltesignale vor der Meinungs- und Glaubensfreiheit bleiben inzwischen häufig unbeachtet.

In Deutschland, wo die „Verantwortung vor Gott“ in die Präambel der Verfassung geschrieben ist, läßt sich ein befremdlicher Umgang mit christlichen Auffassungen beobachten.

Der Generalsekretär der ‘Deutschen Evangelischen Allianz’, Hartmut Steeb aus Stuttgart, hat darum vor einer Verharmlosung des gesellschaftlichen Gegenwindes gewarnt.

Mit dem Wort „Gegenwind“ benutzt er allerdings eher eine moderate Vokabel, um die gegenwärtigen Diffamierungskampagnen zu beschreiben. Das spricht nicht für eine fundamentalistische Haltung, auch nicht für Streben nach politischer Macht, wie Peter Wensierski in seinem Spiegel-Artikel „Aufschwung Jesu“ kürzlich meinte.

Immer häufiger werden Evangelikale, christliche Glaubenswerke und biblische Wahrheiten nach Steeb als „extremistisch“ bezeichnet.

Das kann man in der Öffentlichkeit ungestraft tun und wird dabei nicht lange auf Beifall warten müssen.

Wer als Christ meint, es genüge, in solchen Fällen einfach die Bergpredigt anzuwenden und die andere Wange hinzuhalten, hat die Botschaft Jesus nicht verstanden.

Mit seinen Worten, er sei gekommen, nicht den Frieden, sondern das Schwert zu bringen, fordert Christus vielmehr dazu auf, sich dem reißenden Strom des Zeitgeistes furchtlos entgegenzustellen.

Mit diesem Geist der Furchtlosigkeit sandte er einst am urchristlichen Pfingstfest die Jünger in die Welt hinaus.

Das forderte Kardinal Meisner in seiner Pfingstpredigt, als er über die pfingstliche Berufung der Christen sprach:

„Es ist unsere pfingstliche Berufung, das Reich Gottes im Alltag des Lebens zu bezeugen. Das sollten wir niemandem schuldig bleiben“ – so Kardinal Meisner.