11:38:04 | Sonntag, 25. Mai 2008
Die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher wurde ausgeladen. Der Generalsekretär der Evangelischen Allianz mahnt. Von Kurt J. Heinz.
(kreuz.net/
Medrum) In Österreich wurde die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher ausgeladen.
Auf Einladung des „Personenkomitees Aufeinander zugehen“ sollte Frau Schirrmacher in der oberösterreichischen
Stadt Traun zum Thema „Islam in Europa als Herausforderung für Staat, Gesellschaft und Kirche“ vortragen.
Dagegen hat offenbar auch der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich,
Omar Al-Rawi aus Wien, protestiert.
Schnell und kampflos wurde das Terrain darauf denen überlassen,
für die Toleranz eine Tugend ist, die sie vor allem für sich selber einfordern.
Der Widerstand gegen
die Christen wächst. Mit Hilfe von Ausdrücken wie „extremistisch“ oder „fundamentalistisch“ läßt sich
leicht gegen jene Christen vorgehen, die es wagen, mutige Fragen zu stellen.
Das geschieht immer wieder
dem Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, oder dem Bischof von Augsburg, Mons. Walter Mixa,
wenn sie gesellschaftliche Entwicklungen kritisieren und ihre christliche Auffassung äußern.
Die Medien
sind die Lokomotive des Zeitgeistes. Sie überfahren mit ungebremster Kraft all jene christlichen Geister,
die sich ihnen widersetzen.
Die entlassene deutsche TV-Moderatorin
Eva Herman ist ein anderes Beispiel.
Was hilft es ihr, wenn sie Monate nach ihrer medialen Hinrichtung vor Gericht gegen die ‘Deutsche Presseagentur’
Recht bekommen hat?
Haltesignale vor der Meinungs- und Glaubensfreiheit bleiben inzwischen häufig unbeachtet.
In Deutschland, wo die „Verantwortung vor Gott“ in die Präambel der Verfassung geschrieben ist, läßt
sich ein befremdlicher Umgang mit christlichen Auffassungen beobachten.
Der Generalsekretär der ‘Deutschen
Evangelischen Allianz’, Hartmut Steeb aus Stuttgart, hat darum vor einer Verharmlosung des gesellschaftlichen
Gegenwindes gewarnt.
Mit dem Wort „Gegenwind“ benutzt er allerdings eher eine moderate Vokabel, um die
gegenwärtigen Diffamierungskampagnen zu beschreiben. Das spricht nicht für eine fundamentalistische
Haltung, auch nicht für Streben nach politischer Macht, wie Peter Wensierski in seinem Spiegel-Artikel
„Aufschwung Jesu“ kürzlich meinte.
Immer häufiger werden Evangelikale, christliche Glaubenswerke und
biblische Wahrheiten nach Steeb als „extremistisch“ bezeichnet.
Das kann man in der Öffentlichkeit ungestraft
tun und wird dabei nicht lange auf Beifall warten müssen.
Wer als Christ meint, es genüge, in solchen
Fällen einfach die Bergpredigt anzuwenden und die andere Wange hinzuhalten, hat die Botschaft Jesus nicht
verstanden.
Mit seinen Worten, er sei gekommen, nicht den Frieden, sondern das Schwert zu bringen, fordert
Christus vielmehr dazu auf, sich dem reißenden Strom des Zeitgeistes furchtlos entgegenzustellen.
Mit
diesem Geist der Furchtlosigkeit sandte er einst am urchristlichen Pfingstfest die Jünger in die Welt
hinaus.
Das forderte Kardinal Meisner in seiner Pfingstpredigt, als er über die pfingstliche Berufung
der Christen sprach:
„Es ist unsere pfingstliche Berufung, das Reich Gottes im Alltag des Lebens zu bezeugen.
Das sollten wir niemandem schuldig bleiben“ – so Kardinal Meisner.