Montag, 26. Mai 2008 19:00
Konsekrierte Hostien oder nur heiliges Brot?
Beim Katholikentag in Osnabrück waren bei den Massenmessen massenweise Körbe im Einsatz.
Hostienschalen in Weidenkörben vor dem Altar.
Hostienschalen in Weidenkörben vor dem Altar.
(kreuz.net, Osnabrück) Am Sonntag hielt der Erzbischof von Freiburg und Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Mons. Robert Zollitsch, beim Katholikentag in Osnabrück den Abschlußgottesdienst.

Konzelebranten waren der Bischof von Osnabrück, Mons. Franz-Josef Bode, der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Mons. Gebhard Fürst, der Erzbischof von München und Freising, Mons. Reinhard Marx, der Erzbischof von Hamburg, Mons. Werner Thissen, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset und der in Damaskus residierende Patriarch der melkitischen Kirche, Gregorius III.

Ferner konzelebrierten zahlreiche Priester. Sie saßen einige Meter vom Altar in mehreren Reihen entfernt hintereinander.

Erzbischof Zollitsch predigte über die Weite und die Enge. Gott führe uns ins Weite – also „heraus aus der Enge“.

Der Erzbischof forderte, den Blick in die Weite mit dem Blick in die Nähe zu verbinden. Er erinnerte an die Menschen in der Enge der Verzweiflung. Gottes Weite öffne neue Perspektiven und schaffe neue Möglichkeiten.


Zur Gabenbereitung schleppten Laien zu zweit große Körbe mit Hostienschalen herbei. Die Körbe wurden vor dem Altar aufgestellt.

Erzbischof Zollitsch kämpfte während der Messe mit dem Wind und um seinen Pileolus. Er steckte ihn schließlich ein.

Kurz vor der Wandlung deckte der Zeremonienmeister eine der wenigen Hostienschalen auf dem Altar ab. Mons. Zollitsch sprach die Wandlungsworte ohne eine Hostie in der Hand zu halten. Erst nachher nahm er eine große Hostie aus der Schale und erhob sie.

Die übrigen Hostienschalen auf dem Altar und die Hunderten in den Körben vor dem Altar blieben geschlossen.

Zum Friedensgruß kam ein Schwarm von Laien auf die Bühne und transportierte die Körbe mit den Hostienschalen ab.

Bei der Austeilung der mutmaßlich konsekrierten Hostien spendeten auch zahlreiche Laien die Kommunion.

Währenddessen warteten die konzelebrierenden Priester, daß ihnen die Bischöfe die Kommunion auf die Wiese brachten.

Die Praxis mit den Körben benützten die Organisatoren des Katholikentages auch schon bei der Katholikentagsmesse von Fronleichnam.
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