Mittwoch, 4. Juni 2008 11:58
In Deutschland sitzt ein Priester wegen des Verdachtes auf sexuellen Mißbrauch in Untersuchungshaft. Ein gefundenes Fressen für die Hasser von Kirche, Klerus und Zölibat.


Medien versuchen, das Priesteramt mit der Kinderschändung zu verknüpfen.
(kreuz.net, Essen) Ein Priester, der im Bistum Essen tätig war, ist wegen des Verdachts auf sexuellen
Mißbrauch verhaftet worden. Das berichtete die ‘Neue Rhein Zeitung’ am 3. Juni.
Das Bistum Essen teilte
mit, daß Bischof Felix Genn den Beschuldigten unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe vom Dienst
beurlaubt hat.
Die Ermittlungen stehen nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Essen kurz
vor dem Abschluß.
Der Priester setzt sich gegen die Vorwürfe zur Wehr.
Nach Informationen der ‘Neuen
Rhein Zeitung’ sitzt der Beschuldigte, der kein Priester des Bistums Essen ist, bereits seit vergangener
Woche in Untersuchungshaft.
Leser ‘enoyna’ meint in einem Posting unter dem Artikel zu dem Fall:
„Kreuzigt
den Mann nicht, bevor seine Schuld bewiesen ist. Sein Priesterstatus allein sollte ihn nicht schuldig
machen. Ist er es aber letztlich doch, ist für mich die Tat um so verwerflicher.“
Ebenfalls gestern
bestätigte das Erzbistum Paderborn, daß gegen einen 49jährigen Pfarrer aus Bielefeld wegen des Besitzes
von Kinderpornos ermittelt wird.
Erzbischof Hans-Josef Becker von Paderborn habe den Priester unmittelbar
nach Bekanntwerden des Verdachtes im Herbst des vergangenen Jahres beurlaubt und aus seiner Gemeinde herausgenommen –
sagte ein Sprecher.
Laut Staatsanwaltschaft wurden auf dem Personalcomputer des Beschuldigten 250 kinderpornografische
Bilder gefunden.
Unter dem Lesernamen ‘TanteTrudi’, wies ein Leser auch auf den Fall des seit März 2007
suspendierten Pfarrers der Gemeinde St. Josef, Steele-Horst-Eiberg, Hw. Ulrich T. hin:
„Inzwischen wurde
er von den weltlichen Gerichten von den erhobenen Vorwürfen freigesprochen.“ Nun müsse Bischof Genn
entscheiden, wie es weitergehen soll:
„Obwohl der Fall Pastor Ulrich T. gänzlich anders liegt, als der
jetzt aktuell gemeldete, sollte der Bischof eine Entscheidung treffen, die eine innere Spaltung der Gemeinde
zu vermeiden hilft, indem er Ulrich T. einen Amtsverzicht nahelegt und für St. Josef in Steele-Horst-Eiberg
einen unbelasteten Neuanfang ermöglicht.“