Freitag, 6. Juni 2008 19:11
Viel Arbeit für den neuen Bischof
„Die Hunde sollen viel Fressen kriegen und die Katzen sollen nie oder nur ganz selten gebadet werden.“ Liturgischer Aufbruch in der Diözese Limburg.
Beim Hundesegen.
Beim Hundesegen.
(kreuz.net) Im Tierheim in Fechenheim wurde der erste Tiergottesdienst des Tierschutzvereins Frankfurt abgehalten.

Das berichtete die ‘Frankfurter Rundschau’ am 6. Juni.

Fechenheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main. Das Gebiet gehört zur Diözese Limburg.

Für den Organisator des Gottesdienstes, Mark Nelz (36), war der Gottesdienst ein durchschlagender Erfolg: „Ich bin total begeistert“.

Zu der Veranstaltung erschienen knapp hundert menschliche Besucher – „und deutlich weniger tierische“, so die ‘Frankfurter Rundschau’.

Schon der provisorische Altar deutete an, daß es sich nicht um einen normalen Gottesdienst handelte. Dort befand sich „statt Oblaten eine Maxi-Packung Hundefutter“.

Der evangelische Pfarrer von Fechenheim, Wilfried Steller, habe zwar die Stelle aus Jesaja, gekannt, wo es heißt: „Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein.“

Tierliturgien sind beliebter als Gottesdienste
Tierliturgien sind beliebter als Gottesdienste
Doch wenn Hasso auf Bello treffe, gebe das meist Rabatz – kommentiert die Zeitung.

Sein katholischer Amtsbruder, Hw. Ludwig Janzen, habe sich auch auf das Wagnis eingelassen: „So liegt heute nicht nur der Panther beim Böcklein, sondern auch der Katholik beim Protestanten“ – erklärt die Zeitung: „Das nennt man Ökumene.“

Der Concordia-Chor stimmte „frohe Weisen“ an. Außerdem wurden Kuchen, belegte Brote und Getränke feilgeboten.

Die Veranstaltung sei „längst überfällig“ gewesen, zitiert die Zeitung den Organisatoren.

Ihn erreichten tagtäglich zahlreiche Anrufe von Menschen, „die sich in einer echten Notsituation befinden, weil ein geliebtes Wesen von ihnen gegangen ist und sie kein geeignetes Forum finden, um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.“

Darum sollen die Tiergottesdienst zur festen alljährlichen Größe im Tierleben von Frankfurt und im Tierheim in der Ferdinand-Porsche-Straße werden.

Die Zeitung berichtet, daß hauptsächlich ältere Semester zum ersten Tiergottesdienst kamen. Doch auch einige Kindlein seien dagewesen.

Ein Kind trug die nach Angaben der ‘Frankfurter Rundschau’ vielleicht frömmste, sicher aber schönste Fürbitte des Tages vor:

„Die Hunde sollen viel Fressen kriegen und die Katzen sollen nie oder nur ganz selten gebadet werden.“

© Titelbild: George Lezenby, CC
© eingebautes Bild: MBK (Marjie), CC
Copyright © 2008 kreuz.net