Mittwoch, 3. November 2004 20:02
Die Wahl, die keine war
Zum Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Gewählt wurde zwischen einem Schimmel und einem weißen Pferd: zwischen einem Millionär aus dem Norden und… Ein Kommentar.
(kreuz.net) Die Vereinigten Staaten von Amerika haben gewählt. Die Wahl war zwischen einem Schimmel und einem weißen Pferd: zwischen einem Millionär aus dem Norden und einem Millionär aus dem Süden, zwischen einem Kindermörder und einem Völkermörder, zwischen einem politischen Lügner und einem politischen Chamäleon, zwischen Coca Cola und Pepsi Cola.

Wenn es stimmt, daß jedes Land die Herrscher hat, die es verdient, dann haben die US-Amerikaner – und die Welt? – im gegenwärtigen Zeitpunkt nichts zu lachen.

Ein Blinder bemerkt, daß das mit Demokratie – Volksherrschaft – schon lange nichts mehr zu tun hat. Hier wird hoch über den Köpfen des „Volkes“ mit politischer Folklore, Propaganda und massivem Geldaufwand der Kuchen von Einfluß und Macht verteilt.

George Bush hat die „Wahl“ gewonnen. Er kann somit im Irak weiterbomben und mit seinen amerikanischen Truppen „Aufständische“ und „von außen gekommene Terroristen“ niederschlagen und Zivilisten abschlachten, so wie das Saddam Hussein jahrelang nicht anders getan hat. Hätte die „Wahl“ von John Kerry daran etwas geändert? Wohl kaum.

Wird sich mit der Wahl von Bush an der Abtreibung in Amerika etwas ändern? Genauso viel wie sich zu diesem Thema in den USA in den letzten vier Jahren geändert hat. Nichts.

Das tragische Fazit der ehemaligen amerikanischen Demokratie: Ob man die hellroten oder die dunkelroten wählt, in der Nacht des Geistes sind alle Katzen grau.
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