Dienstag, 10. Juni 2008 12:10
Seit der Veröffentlichung des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ zelebrierten drei Geistliche die Messe in ihren Pfarreien nur noch im Alten Ritus. Sie werden es wohl auch weiterhin tun.


In Italien kommen immer mehr Priester auf den Geschmack der Alten Messe.
(kreuz.net, Novara) Der Pfarrer von Nibbiola und Garbagna in der norditalienischen Diözese Novara, Hw.
Marco Pizzocchi, wurde am Sonntag seines Amtes enthoben.
Das berichtete der dreimal wöchentlich erscheinende
‘Corriere di Novara’ am Montag.
Der Bischof von Novara, Mons. Renato Corti, begründete seine Maßnahme
mit dem Willen des Priesters, fortan nur noch den Alten Ritus zelebrieren zu wollen.
Deshalb habe er
ihn bereits mehrmals um einen Amtsverzicht als Pfarrer gebeten:
„Es tut mir leid, daß er sein Amt bis
heute nicht zurückgegeben hat. Ich bin verpflichtet, ihn zu ersetzen, auch wenn ich ihm meine ganze Bereitschaft
versichere, ihn auf verschiedene Weise in die priesterliche Verantwortung einzubeziehen.“
Die Maßnahme
betrifft auch zwei weitere Priester, den Pfarrer der Ortschaft Santa Maria Maggiore, Hw. Alberto Secchi,
und den Pfarrer der Ortschaft Crevoladossola, Hw. Stefano Coggiola.
Seit dem Inkrafttreten des Motu Proprios
‘Summorum Pontificum’ hatten die drei Priester in ihren Pfarreien
ganz auf den Alten Ritus umgestellt.
Deswegen wurden sie von der bischöflichen Kurie mehrmals ermahnt.
„Wir sind keine Juke-Box-Priester,
die einmal auf Lateinisch und dann auf Italienisch zelebrieren“ – erklärten dazu Hw. Coggiola und Hw.
Secchi.
Darum beschloß der Bischof, andere Priester in diese Pfarreien zu senden, um dort die neue Messe
zu lesen.
Am vergangenen Sonntag verlasen diese neugläubigen Geistlichen während der Sonntagsmesse
eine Botschaft des Bischofs, wonach die drei Pfarrer ihres Amtes enthoben wurden.
Dabei war allerdings
nicht von einer Versetzung die Rede, womit die drei Geistlichen in ihren Gemeinden – allerdings nicht
als Pfarrer – wohl weiterhin wirken können.