Mittwoch, 11. Juni 2008 16:07
Multikulturelle Jugendmesse in Lourdes
Warum können wir nicht Schulter an Schulter mit diesen Gläubigen für das Wohl der Römischen Kirche kämpfen? Von Hw. Tim Finigan.
Schülerinnen der dominikanischen Schulen in Lourdes.
Schülerinnen der dominikanischen Schulen in Lourdes.
(kreuz.net) Während eines Aufenthaltes in Lourdes sah ich eine Gruppe von Mädchen und jungen Frauen, die von Schwestern im Dominikanerhabit angeführt wurden.

Die Kopfbedeckungen und die angemessenen Uniformen der Schülerinnen sahen keineswegs altbacken aus.

Eine Frau aus meiner Gruppe meinte: „Das verstehen die Franzosen. Sie bringen es sogar fertig, daß Schuluniformen hübsch aussehen.“

Neugierig geworden erkündigte ich mich: „Woher seid ihr?“. Ich bekam zur Antwort, daß die Gruppe von den „Ecoles Dominicaines“ – von den dominikanischen Schulen – waren.

Am Samstag, bevor wir wieder nachhause zurückkehrten, sah ich wieder eine große Gruppe dieser Schülerinnen, wie sie sich außerhalb der Kapelle der Heiligen Bernadette versammelten.

Diese Photo zeigt nur einen kleinen Teil der Versammlung:

Einige Gläubige der Priesterbruderschaft St. Pius X.
Einige Gläubige der Priesterbruderschaft St. Pius X.


Die Gruppe erregte erneut mein Interesse. Ich begann festzustellen, daß diese Menschen mit der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. verbunden waren. Einer der jungen Männer, die mithalfen, die Messe zu ordnen, bestätigte mir meine Vermutung.

In der Kapelle war alles für ein Hochamt vorbereitet. Das war eine ausgezeichnete Gelegenheit für Photos und Videos. Darum eilte ich zurück in das Hotel, um meine Kamera zu holen.

Zusammen mit einigen Priestern nahm ich an der Messe teil. Die Andacht der großen Gemeinde war sehr berührend. Der vordere Teil der großen Kapelle war mit den Schülerinnen und Schwestern gefüllt. Hinten befanden sich die Familien.

Unten sieht man ein Video, das ich aus Photos und Video-Aufnahmen zusammengestellt habe. Er enthält den Originalton, den ich mit den Mikrophonen meiner kleinen Kamera aufgenommen habe.



Es ist mir bewußt, daß dies ein Anlaß der Piusbruderschaft war und daß es mit ihr Probleme gibt. Ich weiß, daß Bischof Richard Williamson von der Piusbruderschaft einige verrückte Dinge gesagt hat, mit denen ich gewiß nicht einig bin.

Dennoch war ich von dem Ausmaß, in dem diese Meßfeier so viele echte Forderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils erfüllte, zutiefst berührt.

Ich wundere mich, warum jemand ein Interesse daran haben sollte, diese Feiern zu verhindern.

Ich erinnerte mich auch an die vielen Male, bei denen mir bei ökumenischen Anlässen erklärt wurde, „den Schmerz der Trennung“ zu empfinden.

Niemals habe ich diesen Schmerz so sehr empfunden wie in dem Augenblick, als ich sah, wie diese Gläubigen an der Messe teilnahmen, die Kommunion empfingen und nach der Messe niederknieten, um ihre Danksagung zu halten.

Warum tun wir nicht alles, wozu wir in der Lage sind, um die Einheit der Kirche zu fördern? Warum ignorieren wir immer noch die Kapellen und Schulen der Piusbruderschaft in unseren Diözesen?

Könnten wir doch Schulter an Schulter mit diesen guten Leuten pro felici statu Sanctae Romanae Ecclesiae – für das Wohlbefinden der Heiligen Römischen Kirche – kämpfen!

Der Verfasser ist Pfarrer der Londoner Vorstadt Blackfen und Webmaster des Blogs ‘Hermenutics of Continuity’.
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