Samstag, 14. Juni 2008 08:08
kreuzmeldungen
Probleme mit dem Protokoll + Die Bischöfe haben nichts gemerkt + Diktatur gegen Demokratie + Killerargument im wörtlichen Sinn + Rettung naht – Patient schon tot?
Probleme mit dem Protokoll

Vatikan. Bei seinem gestrigen Besuch bei Papst Benedikt XVI. benützte der scheidende US-Präsident George W. Bush die falsche Anrede. Er sprach den Papst mit „Sir“ statt mit „Eure Heiligkeit“ an. Das berichteten italienische Journalisten. Derselbe Fauxpas war Bush bereits bei seinem ersten Besuch im Juni 2007 passiert.

Die Bischöfe haben nichts gemerkt

Österreich. Die Glaubenskongregation hat österreichische Religionsbücher kritisiert. Das berichtete die St. Pöltner Webseite ‘stjosef.at’. Der Direktor des Schulamtes der Diözese St. Pölten, Hw. Karl Schrittwieser, hat vor der Zeitschrift ‘YNFO’ zugegeben: „Die Glaubenskongregation in Rom ließ eine Kritik an der in unseren Religionsbüchern formulierten Glaubenslehre verlautbaren. Möglicherweise müssen nun bereits schon approbierte Bücher nochmals überarbeitet und neu aufgelegt werden.“

Diktatur gegen Demokratie

Deutschland. Am Donnerstag lehnten die Iren mit 53,4 Prozent den EU-Reformvertrag von Lissabon ab. Die ‘Evangelische Kirche in Deutschland’ wertet dieses Ergebnis als „empfindlichen Rückschlag für alle, die die EU bürgernäher, demokratischer und handlungsfähiger machen wollen“. Bei den Volksabstimmungen vor drei Jahren über eine Vogängerversion des Vertrags, der EU-Verfassung, stimmten die Franzosen und Niederländer dagegen. Nach dem Nein aus Irland suchen die EU-Diktatoren nach einem Plan C, um die EU-Verfassung im dritten Gewand durchzuboxen.

Killerargument im wörtlichen Sinn

Polen. Die polnische Staatsanwaltschaft hat ein zweites Ermittlungsverfahren gegen den Redemptoristenpater Tadeusz Rydzyk eingestellt. Pater Rydzyk ist der Direkor des katholischen Radiosenders ‘Radio Maryja’ und der katholischen Fernsehstation ‘TV Trwam’. Ab Juli 2007 waren internationale Mediengeschäftsleute über den Pater hergefallen. Er habe in einer Hochschulvorlesung im April angeblich antisemitische Äußerungen getätigt. Ein erstes Verfahren wegen angeblicher Beleidung von Juden wurde bereits im letzten Jahr eingestellt.

Rettung naht – Patient schon tot?

„Im Hinblick auf die Überbrückung des Grabens zwischen Kirche, Kunst und dem ‘sacrum’, der in bestimmten modernen Kirchenbauten deutlich zutage trete, sei es ermutigend, an das Wort Hölderlins zu denken: »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch«. Heute seien die Umstände günstig, um die Suche nach dem Heiligen der Kunst für den christlichen Kult neu in Angriff zu nehmen.“

Der deutsche Oratorianer-Pater Uwe Michael Lang laut einem Bericht der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’. Pater Lang ist Mitarbeiter der päpstlichen Kommission für die kirchlichen Kulturgüter in Rom.
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