Donnerstag, 24. Februar 2005 21:37
Laut unbestätigten Medienberichten befindet sich der Heilige Vater im Operationssaal. Er mußte sich einem Luftröhrenschnitt unterziehen. Unterdessen wird auf der ganzen Welt für die Gesundheit des Papstes gebetet.

(kreuz.net, Rom) Papst Johannes Paul II. mußte sich laut einem Fernsehbericht einem Luftröhrenschnitt
unterziehen. Er wurde am Donnerstagabend in den Operationssaal der Gemelli-Klink in Rom verlegt. Der Bericht
stammt vom italienischen Fersehsender „Sky TG 24“.
Der Eingriff war gegen 20.30 geplant. Er soll die
Atemnot des Heilgen Vaters lindern. Der staatliche Fernsehsender „RAI“ meldete zuvor, daß Papst Johannes
Paul II. mit Hilfe einer Sauerstoffmaske atme. Unter Berufung auf Medizinerkreise war in verschiedenen
Pressemeldungen auch von einer möglichen Lungenentzündung die Rede.
Gegen Donnerstagmittag war Papst
Johannes Paul II. wegen eines Gripperückfalls mit Atemproblemen erneut ins Spital gebracht worden.
Die
offizielle Mitteilung von Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls am Donnerstag bestand aus wenigen Sätzen:
„Seit Mittwochnachmittag hat der Heilige Vater einen Gripperückfall. Er betrifft das Syndrom, unter dem
er schon vor Wochen litt. Daher wurde er am Donnerstag in die Gemelli-Klinik gebacht, um die Hilfe von
Spezialisten in Anspruch nehmen zu können und sich weiteren Untersuchungen zu unterziehen.“
Unterdessen
wird weltweit für die Gesundheit des Papstes gebetet. „Alle Gläubigen, religiösen Gemeinschaften und
Klöster werden aufgefordert, den Spitalaufenthalt von Johannes Paul II. mit ihren Gebeten zu begleiten,
damit auch in dieser schwierigen Stunde das Zeugnis seines totalen Einsatzes im Dienste der Kirche und
der Menschheit leuchten kann“, sagte der Präsident der italienischen Bischofskonferenz, Camillo Kardinal
Ruini.
Auch Joseph Kardinal Ratzinger, der heute Donnerstag im Mailänder Dom das Requiem für den am
Dienstag verstorbenen Gründer der katholischen Bewegung „Comunione e Liberazione“ – Gemeinschaft und
Befreiung –, Luigi Giussani, zelebrierte, rief die Gläubigen zu Gebeten für den Papst auf. „Gott begleite
den Papst und gebe ihm Kraft und Gesundheit“.
Der italienische Mitte-Links Oppositionsführer Romano
Prodi, der frühere Präsident der EU-Kommission, ließ verlauten, daß er angesichts des Gesundheitszustand
des Papstes „sehr besorgt“ sei.
Der langjährige christdemokratische Ministerpräsident Italiens, Giulio
Andreotti, versprach, für den Heiligen Vater zu beten.
Am morgigen muselmanischen Freitagsgebet soll
in den Moscheen mehrerer italienischer Städte für die Gesundheit von Papst Johannes Paul II. gebetet
werden.