20:46:33 | Dienstag, 24. Juni 2008
Der Vatikan fordert die Piusbruderschaft nicht auf, ihre Theologie oder Liturgie zu ändern. Die Piusbrüder sollen einfach nur die Klappe halten.
(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikanist der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’, Andrea Tornielli, hat den
vatikanischen Brief mit dem Ultimatum an den Generaloberen der Priesterbruderschaft Sankt Pius X., Bischof
Bernard Fellay, zugespielt bekommen.
Das berichtete er auf seinem privaten Weblog.
Der Brief des Präsidenten
der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, ist auf Französisch geschrieben.
Entgegen den ersten Indiskretionen enthalten die fünf geforderten Bedingungen keinen Hinweis auf das
Zweite Vatikanum oder auf die Neue Messe.

Der Brief von Kardinal Castrillon
Die fünf Punkte1) Die Verpflichtung zu einer Antwort, die
der Großzügigkeit des Papstes angemessen ist.
2) Die Verpflichtung, jede öffentliche Stellungnahme
zu vermeiden, welche die Person des Heiligen Vaters nicht respektiert und sich auf die kirchliche Liebe
negativ auswirken würde.
3) Die Verpflichtung, auf keinem Lehramt zu bestehen, das dem des Heiligen
Vaters übergeordnet wäre, und die Bruderschaft nicht der Kirche gegenüberzustellen.
4) Die Verpflichtung,
den guten Willen zu beweisen, ehrlich und in aller kirchlichen Liebe und im Respekt für die Autorität
des Stellvertreters Christi zu handeln.
5) Die Verpflichtung, das Datum – das auf Ende Juni festgelegt
ist – zu respektieren, um eine positive Antwort zu geben. Das ist eine geforderte und notwendige Bedingung
als unmittelbare Vorbereitung auf den Beitritt, um die volle Gemeinschaft zustandezubringen.