Piusbruderschaft
Die fünf Bedingungen
Der Vatikan fordert die Piusbruderschaft nicht auf, ihre Theologie oder Liturgie zu ändern. Die Piusbrüder sollen einfach nur die Klappe halten.
Kardinal Castrillon hat Bischof Fellay zuletzt am 4. Juni getroffen.
Kardinal Castrillon hat Bischof Fellay zuletzt am 4. Juni getroffen.
© traditionalcatholic.org.uk
(kreuz.net, Vatikan) Der Vatikanist der Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’, Andrea Tornielli, hat den vatikanischen Brief mit dem Ultimatum an den Generaloberen der Priesterbruderschaft Sankt Pius X., Bischof Bernard Fellay, zugespielt bekommen.

Das berichtete er auf seinem privaten Weblog.

Der Brief des Präsidenten der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Dario Kardinal Castrillon Hoyos, ist auf Französisch geschrieben.

Entgegen den ersten Indiskretionen enthalten die fünf geforderten Bedingungen keinen Hinweis auf das Zweite Vatikanum oder auf die Neue Messe.

Der Brief von Kardinal Castrillon
Der Brief von Kardinal Castrillon
Die fünf Punkte

1) Die Verpflichtung zu einer Antwort, die der Großzügigkeit des Papstes angemessen ist.

2) Die Verpflichtung, jede öffentliche Stellungnahme zu vermeiden, welche die Person des Heiligen Vaters nicht respektiert und sich auf die kirchliche Liebe negativ auswirken würde.

3) Die Verpflichtung, auf keinem Lehramt zu bestehen, das dem des Heiligen Vaters übergeordnet wäre, und die Bruderschaft nicht der Kirche gegenüberzustellen.

4) Die Verpflichtung, den guten Willen zu beweisen, ehrlich und in aller kirchlichen Liebe und im Respekt für die Autorität des Stellvertreters Christi zu handeln.

5) Die Verpflichtung, das Datum – das auf Ende Juni festgelegt ist – zu respektieren, um eine positive Antwort zu geben. Das ist eine geforderte und notwendige Bedingung als unmittelbare Vorbereitung auf den Beitritt, um die volle Gemeinschaft zustandezubringen.