10:46:33 | Donnerstag, 24. Juli 2008
Ein notorischer deutscher Gottloser will den Bischof von Regensburg vor Gericht schleppen. Dem Gericht wird er auf jeden Fall nicht entgehen.
(kreuz.net, Regensburg) Der deutsche Atheist und Haßautor
Michael Schmidt-Salomon hat den Bischof von
Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, verklagt.
Das gab Schmidt-Salomon über die ihm nahestehende
gottlose Webseite ‘humanistischer Pressedienst’ bekannt.
Gegenstand der Klage ist eine Predigt von Bischof
Müller Ende Mai. Damals enttarnte der Bischof die sich heute ausbreitende „neue aggressive Gottlosigkeit“.
In seiner Predigt sprach er auch über das religionsfeindliche angebliche Kinderbuch
„Wo bitte geht’s
zu Gott?“ von Schmidt-Salomon.
Bischöfliche WarnungMons. Müller warnte in seiner Predigt: „Wo Gott
geleugnet wird, dort gibt es kein Recht für den Menschen, kein Recht auf Leben, kein Recht auf Selbstbestimmung.“
Letztlich sage Schmidt-Salomon nichts anderes, als daß alle, die an Gott glauben, sich auf dem geistigen
Niveau eines Schweins befänden:
„Man brauche doch gar keine Ethik, keine humanistische Auswirkung unseres
christlichen Gottesglaubens. Der Mensch sei doch verfügbar für den anderen Menschen.
Warum sollten
Kindstötung, Abtreibung oder therapeutisches Klonen verboten sein? Am Beispiel von Berggorillas, die
einen Teil ihrer Jungen umbringen, wird die Frage gestellt:
Warum sollten das die Menschen nicht auch
tun? Was ist daran verwerflich, wenn es der Naturtrieb eingibt?“Vor oder nach der Geburt?Der ‘humanistische
Pressedienst’ empört sich, daß der Bischof dem Atheisten angeblich unterstelle, die Tötung von Kindern
zu befürworten, weil Infantizid in der Natur vorkomme.
Schmidt-Salomon ist ein
Verfechter der Kindertötung
durch Abtreibung.
Zur Tötung von Kindern „nach der Geburt“ sagt Schmidt-Salomon dagegen, daß – auch
wenn sie bei Tieren wie den Berggorillas vorkommt – „kein vernünftiger Mensch auf
den Gedanken käme“,
die Kindstötung ethisch legitimieren zu wollen.
Drohungen vom AnwaltKirchenfeind Schmidt-Salomon hat
sich nun entschieden, gerichtlich gegen Bischof Müller vorzugehen.
Zunächst forderte der Atheist den
Bischof in einem Schreiben seines Anwalts auf, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.
Schmidt-Salomon
flötete dazu, daß es das „Recht des Bischofs“ sei, seine atheistischen Positionen „in allerschärfster
Form“ zu kritisieren:
„Doch er darf sie nicht völlig entstellen und Dinge behaupten, die ich nie gesagt
oder geschrieben habe.“
Die Anwälte von Bischof Müller ließen Schmidt-Salomon abblitzen.
Diese hatten
erklärt, daß eine Predigt eine persönliche Verkündigung des Predigers sei – von subjektiven Elementen
geprägt und schließlich „in jeder Hinsicht und ungeschmälert“ durch Artikel 4 des Grundgesetzes, die
Glaubensfreiheit, geschützt.
Schmidt-Salomon interpretiert das als angeblichen „Freibrief für Verleumdungen
jeglicher Art“.
Rechtfertigung kommunistischer SchlächterAuch der rabiate Verleger des angeblichen
Kinderbuchs von Schmidt-Salomon, Gunnar Schedel, äußerte sich zur Predigt Mons. Müllers.
Er beschimpfte
den Bischof als „in der Tradition jenes Flügels der katholischen Kirche, der im faschistischen Spanien
an der Seite Francos gegen die Errungenschaften der Moderne kämpfte.“
Während des Spanischen Bürgerkrieges
schlachteten die von Schedel gerechtfertigten kommunistischen Horden und stalinistischen Barbaren massenweise
unschuldige Priester und Nonnen ab.
Haßprediger Schedel weiter: „Wenn der Mann Vorsteher einer Moschee
wäre, würde er als Haßprediger vom Verfassungsschutz beobachtet.“
Das Bistum hat nach den Drohungen
Schmidt-Salomons eine stark veränderte, autorisierte Fassung der Predigt ins Internet gestellt.
Der
‘humanistische Pressedienst’ fragt sich nun, ob die veränderte Version der Predigt als Schuldeingeständnis
Mons. Müllers zu interpretieren sei.
Die betreffenden PassagenDie alte und die neue Form der Predigt
sind beide im Internet abrufbar. Die veränderten Passagen beginnen auf Seite zwei Absatz drei.
Die betreffende
Stelle alt:
„Michael Schmidt-Salomon, ein weiterer Autor und Mitglied der Giordano-Bruno-Gesellschaft
hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“.
Darin lässt
er ein Schwein auftreten, das dann nach Gott fragt – als jüdischer Rabbi, als christlicher Bischof oder
als ein moslemischer Geistlicher. Letztlich sagt er damit nichts anderes, als dass alle, die an Gott glauben,
sich auf dem geistigen Niveau eines Schweins befänden.
Man brauche doch gar keine Ethik, keine humanistische
Auswirkung unseres christlichen Gottesglaubens. Der Mensch sei doch verfügbar für den anderen Menschen.
Warum sollten Kindstötung, Abtreibung oder therapeutisches Klonen verboten sein? Am Beispiel von Berggorillas,
die einen Teil ihrer Jungen umbringen, wird die Frage gestellt: Warum sollten das die Menschen nicht auch
tun? Was ist daran verwerflich, wenn es der Naturtrieb eingibt?
Wenn der Gaube an Gott, wenn die Verantwortung
ihm gegenüber verloren gehen, oder gar den Menschen ausgeredet werden, dann gibt es in der Konsequenz
keinen Respekt mehr vor dem Menschen. Das haben wir in den beiden deutschen Diktaturen erlebt: Wo Gott
geleugnet wird, dort gibt es kein Recht für den Menschen, kein Recht auf Leben, kein Recht auf Selbstbestimmung.
Dann gehen jene Werte verloren, durch die unsere gottorientierte, aber auch menschenfreundliche Kultur
aufgebaut ist. Es ist deutlich und klar, dass Naturwissenschaft niemals die Existenz und das Wirken Gottes
widerlegen will und kann. Denn sie befasst sich ja per definitionem mit der Materie und ihren Gesetzmäßigkeiten.
Wenn aber Gott nicht Teil der Materie ist, kann mit naturwissenschaftlichen Methoden Gott auch weder bewiesen
noch widerlegt werden.“
Die betreffende Stelle neu:
„Michael Schmidt-Salomon, ein weiterer Autor und
Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Gesellschaft hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wo bitte geht’s
zu Gott? fragte das kleine Ferkel“. Darin lässt er ein Schwein auftreten, das einen jüdischen Rabbi,
einen katholischen Bischof und einen muslimischen Geistlichen über Gott befragt. Die Gottesfrage der
großen Philosophen, Religionen und monotheistischer Theologen wird in das Maul eines sprechenden Schweins
gelegt und somit verspottet. Schmidt-Salomon verzerrt die drei großen monotheistischen Weltreligionen
samt ihrer Vertreter zu gewaltbereiten, rücksichtslosen Karikaturen ihrer selbst.
Die Christen beispielsweise
mutieren zu „Trauerklösen“, der heilige Leib Christi als „Plätzchen“ wird wieder ausgespuckt und die
Gläubigen aufgrund des katholischen Eucharistieverständnisses als „Menschenfresser“ verhöhnt, die „den
Sohn vom Herrn Gott verspeisen“.
Schließlich versteigt sich Schmidt-Salomon zum abschließenden Resümee,
das er seinen Figuren in den Mund legt: „‘Wer Gott kennt, dem fehlt etwas!’ Nämlich hier oben… Das
Ferkel tippte sich lachend an die Stirn. Der kleine Igel nickte: Die Leute vom Tempelberg sind wirklich
verrückt!“ In diesem Buch werden letztlich alle, die an Gott glauben, unter dem geistigen Niveau eines
Schweins angesiedelt. Man gefällt sich in dem Spruch „Glaubst du noch, oder denkst du schon?“ und spricht
damit allen Gläubigen das Denken ab.
Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dem christlichen
Gottesglauben jegliche ethische und humanistische Auswirkung abzusprechen. Der Mensch sei doch verfügbar
für den anderen Menschen. Warum sollten Kindstötung, Abtreibung und therapeutisches Klonen verboten
sein?
Am Beispiel von Berggorillas, die einen Teil ihrer Jungen umbringen, wird behauptet: „So ‘natürlich’
Infantizid also ist, kein vernünftiger Mensch käme auf den Gedanken, ihn deshalb ethisch legitimieren
zu wollen. Dies gilt in gleichem Maße für die ebenfalls ‘natürlichen’ Verhaltensweisen Vergewaltigung,
Raub, Erpressung oder Tötung. Das Naturrechtsprinzip hilft uns nicht weiter, wenn wir auf der Suche nach
vernünftigen ethischen Regeln sind.“ Dagegen folgt aus der geistlich-sittlichen Natur des Menschen und
damit vom Naturrechtsverständnis des Christentums heraus, dass all diese Verhaltensweisen in sich widernatürlich
und deshalb unmenschlich sind.
Wenn der Gaube an Gott, wenn die Verantwortung ihm gegenüber verloren
gehen, oder gar den Menschen ausgeredet werden, dann gibt es in der Konsequenz keinen Respekt mehr vor
dem Menschen. Das haben wir in den beiden deutschen Diktaturen erlebt: Wo Gott geleugnet wird, dort gibt
es kein Recht für den Menschen, kein Recht auf Leben, kein Recht auf Selbstbestimmung.
Dann gehen jene
Werte verloren, durch die unsere gottorientierte, aber auch menschenfreundliche Kultur aufgebaut ist.
Es ist deutlich und klar, dass Naturwissenschaft niemals die Existenz und das Wirken Gottes widerlegen
will und kann. Denn sie befasst sich ja per definitionem mit der Materie und ihren Gesetzmäßigkeiten.
Wenn aber Gott nicht Teil der Materie ist, kann mit naturwissenschaftlichen Methoden Gott auch weder bewiesen
noch widerlegt werden.“