16:48:27 | Samstag, 2. August 2008
Er durchschaute sie alle messerscharf: die Homos, die Gender-Ideologen und die Kinderabtreiber. Deswegen haben ihn seine falschen Freunde gemeuchelt. Jetzt ist die Alternative
sonnenklar.

Der nun parteilose Parlamentarier Karl Heinz Klement
(kreuz.net, Klagenfurt) Am Donnerstag hat die rechtsnationale österreichische Partei ‘FPÖ’ ihren Spitzen-Parlamentarier
Karl-Heinz Klement aus der Partei ausgeschlossen.
Klement ist bekannt für seine klaren Aussagen in Fragen
der Moral.
So bezeichnete er die
Gender-Ideologie in einer Rede vor dem österreichischen Parlament als
„Wahnsinn“. Er durchschaute die Sodomie als „Kultur des Todes“ und die Gebärmutter als den gefährlichsten
Ort Österreichs.
Noch am 24. Juli hatte die FPÖ-Landesgruppe Kärnten den Politiker als ihren Spitzenkandidaten
erkoren.
Doch wenige Tage später – am 29. Juli – versetzte der FPÖ-Bundesparteivorstand den Spitzen-Abgeordneten
von Platz eins auf Platz vier der Kärntner Liste.
Mit dieser Plazierung wäre Klement bei der österreichischen
Nationalratswahl Ende September nicht mehr ins Parlament gewählt worden.
Klement selber bezeichnete
die Vorgehensweise der FPÖ als „undemokratisch“. Er sei „völlig fassungslos“.
Am Donnerstag legte die
FPÖ noch einmal nach. Sie schloß Klement mit sofortiger Wirkung von der Partei aus. Als Vorwand nannte
sie „parteischädigendes Verhalten“.
Klement selber erfuhr von seinem Parteiausschluß über die Medien.
Das erklärte er vor der österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’. Er kenne den Grund seiner politischen
Eliminierung nicht: „Ich wurde hinterrücks gemeuchelt.“
Eigene Liste?Am Freitag abend tagte der Landesparteivorstand
der Kärntner FPÖ. Zwei Freunde von Klement, die zum Vorstand gehören, durften wie er nicht an der Sitzung
teilnehmen.
Klement selbst schloß vor der Nachrichtenagentur ‘APA’ eine neuerliche Parteispaltung nicht
aus. „Wir lassen uns alle Optionen offen“ – so Klement.
Die Frage, ob er über eine eigene Liste nachdenke
oder mit dem abgesprungenen Tiroler ÖVP-Politiker Fritz Dinkhauser gemeinsam antreten wolle, beantwortete
Klement nicht.
Zuerst will er gegen seinen Parteiausschluß Einspruch erheben. Die Umreihung auf den
vierten Platz sei statutenwidrig gewesen.
Der Katholik bewegt die Politik noch immerNach Angaben des
‘Österreichischen Rundfunks’ betrachtet Klement auch seine Freundschaft mit dem altgläubigen Katholik
Ewald Stadler als Grund für den Ausschluß.
Stadler war im September 2007 im Streit mit dem FPÖ-Chef
Heinz-Christian Strache aus der Partei
ausgetreten.
Zuletzt wurde um Stadler – offenbar von politischen
Gegnern – ein Gerücht gestreut. Stadler werde für die politische Splitter- und Schwesternpartei der
FPÖ, das ‘Bündnis Zukunft Österreich’ (BZÖ) kandidieren.
Ein ungenannter früherer Mitstreiter Stadlers
erklärte vor der Tageszeitung ‘Standard’, daß er sich das nicht vorstellen könne: „Da müßte er sich
schon sehr geändert haben.“
Bei der FPÖ scheint man diesen absurden und völlig unwahrscheinlichen
Schritt Stadlers trotzdem zu fürchten.
Der Generalsekretär der FPÖ, Harald Vilimsky, fürchtet in
einer Aussendung, daß Stadler von einer angeblichen „religiösen Sekte“ zu einer politischen Sekte wechsle.
Den Geist seiner Partei entlarvt er mit der Frage, ob das ‘Bündnis Zukunft Österreich’ „jetzt gemeinsame
Bibellesestunden mit freier Stadler-Interpretation“ veranstalten werde.
Gleichzeitig riet Vilimsky: „Jungs,
vergeßt bitte eure Bußgürtel nicht zu Hause.“
Stadler hat indes am Bezirksgericht Krems sein Praktikum
als Jurist, das sogenannte Gerichtsjahr, abgeschlossen.
Er äußerte sich zu den Vorgängen nicht.