Politik
Die nächsten haben ihre Maske vom Gesicht gerissen
Er durchschaute sie alle messerscharf: die Homos, die Gender-Ideologen und die Kinderabtreiber. Deswegen haben ihn seine falschen Freunde gemeuchelt. Jetzt ist die Alternative sonnenklar.
Der nun parteilose Parlamentarier Karl Heinz Klement
Der nun parteilose Parlamentarier Karl Heinz Klement
(kreuz.net, Klagenfurt) Am Donnerstag hat die rechtsnationale österreichische Partei ‘FPÖ’ ihren Spitzen-Parlamentarier Karl-Heinz Klement aus der Partei ausgeschlossen.

Klement ist bekannt für seine klaren Aussagen in Fragen der Moral.

So bezeichnete er die Gender-Ideologie in einer Rede vor dem österreichischen Parlament als „Wahnsinn“. Er durchschaute die Sodomie als „Kultur des Todes“ und die Gebärmutter als den gefährlichsten Ort Österreichs.

Noch am 24. Juli hatte die FPÖ-Landesgruppe Kärnten den Politiker als ihren Spitzenkandidaten erkoren.

Doch wenige Tage später – am 29. Juli – versetzte der FPÖ-Bundesparteivorstand den Spitzen-Abgeordneten von Platz eins auf Platz vier der Kärntner Liste.

Mit dieser Plazierung wäre Klement bei der österreichischen Nationalratswahl Ende September nicht mehr ins Parlament gewählt worden.

Klement selber bezeichnete die Vorgehensweise der FPÖ als „undemokratisch“. Er sei „völlig fassungslos“.

Am Donnerstag legte die FPÖ noch einmal nach. Sie schloß Klement mit sofortiger Wirkung von der Partei aus. Als Vorwand nannte sie „parteischädigendes Verhalten“.

Klement selber erfuhr von seinem Parteiausschluß über die Medien. Das erklärte er vor der österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’. Er kenne den Grund seiner politischen Eliminierung nicht: „Ich wurde hinterrücks gemeuchelt.“

Eigene Liste?

Am Freitag abend tagte der Landesparteivorstand der Kärntner FPÖ. Zwei Freunde von Klement, die zum Vorstand gehören, durften wie er nicht an der Sitzung teilnehmen.

Klement selbst schloß vor der Nachrichtenagentur ‘APA’ eine neuerliche Parteispaltung nicht aus. „Wir lassen uns alle Optionen offen“ – so Klement.

Die Frage, ob er über eine eigene Liste nachdenke oder mit dem abgesprungenen Tiroler ÖVP-Politiker Fritz Dinkhauser gemeinsam antreten wolle, beantwortete Klement nicht.

Zuerst will er gegen seinen Parteiausschluß Einspruch erheben. Die Umreihung auf den vierten Platz sei statutenwidrig gewesen.

Der Katholik bewegt die Politik noch immer

Nach Angaben des ‘Österreichischen Rundfunks’ betrachtet Klement auch seine Freundschaft mit dem altgläubigen Katholik Ewald Stadler als Grund für den Ausschluß.

Stadler war im September 2007 im Streit mit dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aus der Partei ausgetreten.

Zuletzt wurde um Stadler – offenbar von politischen Gegnern – ein Gerücht gestreut. Stadler werde für die politische Splitter- und Schwesternpartei der FPÖ, das ‘Bündnis Zukunft Österreich’ (BZÖ) kandidieren.

Ein ungenannter früherer Mitstreiter Stadlers erklärte vor der Tageszeitung ‘Standard’, daß er sich das nicht vorstellen könne: „Da müßte er sich schon sehr geändert haben.“

Bei der FPÖ scheint man diesen absurden und völlig unwahrscheinlichen Schritt Stadlers trotzdem zu fürchten.

Der Generalsekretär der FPÖ, Harald Vilimsky, fürchtet in einer Aussendung, daß Stadler von einer angeblichen „religiösen Sekte“ zu einer politischen Sekte wechsle.

Den Geist seiner Partei entlarvt er mit der Frage, ob das ‘Bündnis Zukunft Österreich’ „jetzt gemeinsame Bibellesestunden mit freier Stadler-Interpretation“ veranstalten werde.

Gleichzeitig riet Vilimsky: „Jungs, vergeßt bitte eure Bußgürtel nicht zu Hause.“

Stadler hat indes am Bezirksgericht Krems sein Praktikum als Jurist, das sogenannte Gerichtsjahr, abgeschlossen.

Er äußerte sich zu den Vorgängen nicht.